Dreher am Nürburgring - dann startete Moritz Oberheim zur Aufholjagd

Motorsport

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte der Schermbecker Moritz Oberheim beim 59. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen, dem siebten Lauf der Langstreckenserie auf dem Nürburgring.

Schermbeck

, 03.10.2019, 13:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dreher am Nürburgring - dann startete Moritz Oberheim zur Aufholjagd

Moritz Oberheim war nach seiner Aufholjagd auf dem Nürburgring sichtlich gezeichnet. © Horst Lehr

Im nassen Zeittraining zeigte Oberheim am Samstagmorgen erneut seine Klasse im Regen und fuhr den „AVIA BMW 240i Racing Cup“ mit 10:27.542 Minuten erneut auf die die Poolposition. Doch dann verließ ihn das Rennglück.

Schon der Start verlief nicht optimal und er verlor zwei Plätze. Im nachfolgenden Linksbogen der Mercedes Arena fuhr ihm ein nachfolgendes Fahrzeug auf das linke Hinterrad auf. Oberheims BMW drehte sich, und durch diesen Einschlag drehte sich, der Motor schaltete ins Notprogramm und musste nach einem „Reset“ komplett neu gestartet werden. Als Oberheim dann endlich wieder Fahrt aufnehmen konnte lenkte das Auto nicht mehr sauber ein und war speziell in Topspeed-Passagen extrem unruhig. Doch der Schermbecker er gab nicht auf und schaltete schon in der dritten Runde wieder in den Angriffsmodus. Von Platz 15 fuhr er immer weiter nach vorn und übergab den Wagen schließlich als Siebter an seinen Teamkollegen Inge Hansesaetre.

Glück mit Reifen und Wetter

Der behauptete diesen Platz im Mittelstint und räumte das Cockpit dann für Schlussfahrer Sindre Setsaas. Für den wendete sich das Blatt dann im letzten Renndrittel noch einmal zum Guten. Er hatte ein gutes Gefühl im Cockpit und entschied sich, trotz der noch teilweise nassen Strecke für den Joker und wechselte schon früher als die Konkurrenz auf Slicks. Und diese Entscheidung war goldrichtig. Die Strecke trocknete weiter ab, und so konnte Setsaas mit immer schnelleren Runden bis auf Rang drei vorstoßen.

Für Moritz Oberheim nahm der Renntag so doch noch ein gutes Ende, und er sagte: „Ich habe nach dem Dreher einfach noch mal alles gegeben, denn jeder Punkt ist für uns wichtig.“

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