Droste dreht in Zandvoort auf

Rallye-Start Ab Mittwoch, 1. August, erwartet Kati Droste ein ganz besonderes Abenteuer: Mit einem außer Wertung startenden Porsche Cayenne des Fernsehsenders RTL nimmt sie an der Rallye Transsyberia 2007 von Moskau über mehr als 7000 Kilometer quer durch Sibirien und die Mongolei bis nach Ulanbator, der Hauptstadt der Mongolei, teil. Von dort aus geht es am 19. August per Flugzeug via Peking zurück nach Deutschland. RTL wird am 26. August vor der Übertragung des Formel-1-Grand Prix der Türkei in Istanbul einen 45-minütigen Bericht über Katis Abenteuer senden.

30.07.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dorsten Zum dritten Mal in diesem Jahr war Kati Droste am vergangenen Wochenende im SEAT Leon Supercopa 2007 am Start - und beinahe wäre ihr dabei sogar ein Podestplatz geglückt. Mit einer beherzten Fahrt im zweiten Lauf überraschte sie fast die gesamte Konkurrenz und kämpfte sich vom Ende des Feldes bis auf den vierten Platz vor.

Die Charakteristik der Rennstrecke in Zandvoort ist jener des vorhergegangenen Rennens in Mugello nicht unähnlich: "Der Kurs, den ich bisher nur von Fahrten im Renntaxi kannte, hat vor allem mittelschnelle und schnelle Kurven, in denen das Auto perfekt liegen und der Fahrer die Hinterbacken zusammenkneifen muss", sagte die 22-jährige aus dem Team "LogiPlus by T.A.C. Race Solutions".

Nachdem sie im freien Training "nur Verkehr und dann noch einen Reifenschaden" hatte, ging auch das Qualifying am Samstagmorgen daneben.

Von Startplatz 18 aus hätte es dennoch beinahe zu einem Punkterang gereicht. Fast über die gesamte Distanz lieferte sich die Dorstenerin einen harten Kampf mit dem Dänen John Hansen und hatte erst Ruhe, als sich der Kontrahent in der drittletzten Runde ohne Fremdeinwirkung ins Kiesbett verabschiedete. Trotz der erfolgreichen Gegenwehr war Kati mit dem Rennen und ihrem 15. Rang unzufrieden: "Wir lagen mit der Abstimmung total daneben. Das Auto hat fürchterlich untersteuert."

Doch aller Frust sollte am anderen Morgen vergessen sein. Als eine von ganz wenigen entschieden Kati und ihre Truppe, trotz der noch nassen Fahrbahn mit profillosen Slickreifen in den zweiten Lauf zu gehen. Ein Risiko, das sich voll bezahlt machte. "Am Anfang war es natürlich extrem knifflig", schilderte die Dorstenerin, die nach der ersten Runde nur auf Rang 19 lag. "Ich habe die Gegner auf den Regenreifen einfach wegziehen lassen. Ich wusste, meine Zeit kommt, wenn es abtrocknet hat." Gedacht, getan. Auf immer griffigere Fahrspur schnappte sich die LogiPlus-Pilotin einen Konkurrenten nach dem anderen. Am Ende kreuzte sie die Zielflagge auf einem fünften Platz, aus dem noch der vierte wurde, weil der vor ihr platzierte Tabellenführer Sebastian Asch nachträglich eine Zeitstrafe erhielt.

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