Erst Fifa, dann auf den Platz – der SV Schermbeck richtet Gaming-Plätze ein

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Zwei Vereine durften sich über einen Förderbescheid der Stiftung Nottenkämper freuen. Einer davon, der SV Schermbeck, hat mit dem Geld was Besonderes für Jugendliche vor.

Schermbeck

, 09.03.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gleich zwei Vereine in der Umgebung erhielten einen Förderbescheid von der Stiftung Nottenkämper. Einerseits darf sich der Naturpark Hohe Mark über Unterstützung freuen, anderseits bekommt auch der SV Schermbeck Zuschüsse. Und der hat mit dem Geld was ganz Besonderes vor. In der Jugend gibt es ein neues Modell, um Jugendliche in den Verein zu integrieren.

„Jugendarbeit liegt uns sehr am Herzen.“
Torsten Schröder, stellvertretender Vorsitzender SVS

Die Fußballabteilung des SV Schermbeck möchte den ihr zugesagten Förderbetrag für die Jugendbildung verwenden. „Jugendarbeit liegt uns sehr am Herzen“, stellte Thorsten Schröder als stellvertretender Vorsitzender der Fußballabteilung des SV Schermbeck im Rahmen eines kurzen Vereinsporträts vor.

368 Jugendliche werden derzeit in 17 Jugendmannschaften betreut. Es geht uns darum, noch weitere Jugendliche zu motivieren, aktiv Fußball zu spielen“, beschrieb der Vorsitzende Michael Steinrötter das aktuelle Projekt im Bereich der Jugendbildung. Mit Sorge betrachte man die Entwicklung, dass Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren das Fußballspielen an heimischen Computern dem realen Spiel auf dem Sportplatz bevorzugten.

Die Stiftung der Hermann Nottenkämper OHG, die im Gahlen-Gartroper Bereich seit den 80er-Jahren Ton abgräbt, wurde im Jahr 2014 gegründet. Sie wird weitere Projekte fördern. Voraussetzung für die Gewährung von Zuschüssen ist, dass der Verein oder die entsprechende Institution als steuerbegünstigt anerkannt sind. Anmeldungen sind möglich unter Ton-Stiftung-Nottenkämper, c/o Niederrheinische Sparkasse RheinLippe, Alte Dinslakener Str. 2, 46569 Hünxe. Antragsformulare sind downloadbar auf der Homepage der Stiftung www.ton-stiftung-nottenkaemper.de.

Diese Altersgruppe will man nun direkt ansprechen. Ein Teilbereich des Abrahamhauses soll abgetrennt werden. Dort sollen Gamer-Plätze eingerichtet werden. Die elektronischen Spiele sollen von zwei Trainern betreut werden, deren Aufgabe darin besteht, die Jugendlichen zu motivieren, nach dem E-Soccer-Spiel das dort Geübte auf dem Platz in einem realen Fußballspiel mitzuerleben.

Jeden Tag vor der Konsole

Montags bis freitags zwischen 17 und 21 Uhr wird diese Form des Fußballspielens in doppelter Form ermöglicht. „Ich denke, dass dies ein gutes Angebot im luftleeren Schermbeck mit geringen Angeboten für Jugendliche ist“, zeigte sich Thorsten Schröder überzeugt. Das Angebot stärke nicht nur die soziale Einbindung junger Menschen, sondern auch die Jugendarbeit im Verein.

Über die Höhe der Fördermittel wurde nichts bekannt. Überreicht wurden die Förderbescheide von Hermann Hansen, dem Vorsitzenden der Stiftung, und von seinem Stellvertreter Heinz Rühl. Die Stiftung nahm die Überreichung der einstimmig bewilligten Geldbeträge im Abrahamhaus des SVS vor.

Das unverbindliche Kennenlernen des neuen Projektes solle auch zu einer Vergrößerung der Jugendabteilung führen. Wer regelmäßig kommt, wird irgendwann gebeten, Vereinsmitglied zu werden. Jugendliche bis zehn Jahre zahlen zehn Euro im Monat als Mitgliedsbeitrag. Jugendliche ab elf Jahren zahlen 15 Euro monatlich.

Hubert Grothues und Dagmar Beckmann vom Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland freuten sich ebenso über die finanzielle Unterstützung durch Hermann Hansen und Heinz Rühl von der Nottenkämper-Stiftung wie Thorsten Schröder und Michael Steinrötter (v.l.) als Vorstandsmitglieder des SV Schermbeck.

Hubert Grothues und Dagmar Beckmann vom Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland freuten sich ebenso über die finanzielle Unterstützung durch Hermann Hansen und Heinz Rühl von der Nottenkämper-Stiftung wie Thorsten Schröder und Michael Steinrötter (v.l.) als Vorstandsmitglieder des SV Schermbeck. © Helmut Scheffler

Ebenfalls darf sich der Naturpark Hohe Mark über eine Unterstützung zur Ertüchtigung des Wanderwegenetzes im Naturpark freuen. „Das Projekt ist Teil eines Gesamtprojektes zum Ausbau einer attraktiven Wanderinfrastruktur im Naturpark Hohe Mark“, berichtete der Vorsitzende Hubert Grothuis. Zurzeit entwickelt der Naturpark Hohe Mark gemeinsam mit dem Regionalverband Ruhrgebiet den Fernwanderweg Hohe-Mark-Steig, der den Naturpark von Wesel bis nach Olfen über eine Strecke von 158 Kilometern durchziehen wird.

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