Große Überraschung blieb aus

Dorsten Die große Überraschung ist in der ersten Runde des Kreispokals ausgeblieben. Bezirksligist BVH Dorsten mühte sich zu einem 3:1 bei Titania Erkenschwick. Der SV Altendorf gewann das ansprechende Derby bei RW Dorsten. Etwas zu hoch fiel allerdings Erles 1:6-Niederlage gegen Lippramsdorf aus.

22.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 4 min

DFB-Kreispokal, 1. Runde

GW Barkenberg - Raesfeld 1:3

Gegen die eindeutig favorisierten Gäste verkauften sich die Barkenberger über weite Strecken gut. Die Raesfelder Führung entsprang einem Abspielfehler von Barkenbergs Torwart Asmer, den Jens Pollmann ausnutzte (12.). Zu weiteren Chancen kamen die Gäste erst nach einer halben Stunde, ließen diese aber ebenso ungenutzt wie ihre Konter nach der Pause. Barkenberg hatte seinerseits ebenfalls noch Möglichkeiten zum Ausgleich. Erst als der ansonsten gute Schiedsrichter den Grün-Weißen einen Foulelfmeter versagte und im Gegenzug das 0:2 durch Felix Voss fiel (83.), kam ein Bruch ins GWB-Spiel. Dirk Brinkmann sorgte für die endgültige Entscheidung (85.), Marc McVeigh gelang in der Nachspielzeit der verdiente Ehrentreffer (92.).

RW Dorsten - SV Altendorf 1:2

Die beiden B-Ligisten lieferten sich ein ansehnliches Derby, in dem die Teams weit über dem normalen Niveau ihrer Liga spielten. Die Rot-Weißen erwischten auf dem engen Ascheplatz den weit besseren Start. Leo Sadlocha hatte in der 14. Minute die Führung auf dem Fuß, jagte den Ball aber aus kurzer Distanz an die Latte. Altendorf hatte seine liebe Mühe, ins Spiel zu finden, und tauchte so gut wie gar nicht vor dem Tor der Gastgeber auf. Das mehr als verdiente 1:0 erzielte Rustem Schwerthöfer, der sich im Strafraum gegen seinen Bewacher durchsetzte und aus der Drehung traf. Die erste Chance hatte Altendorf kurz vor der Pause und nutzte sie auch durch Kai Olschewski zum 1:1. Nach dem Seitenwechsel wirkten die Gastgeber zunehmend erschöpfter, während Altendorf weiter beherzt in die Zweikämpfe ging und auch läuferisch mehr zu bieten hatte. Erneut war es Kai Olscheski, der Dorstens Keeper Sven Mucha mit einem tollen Heber zum 1:2 überwandt. Die Angriffe der Gastgeber wurden meist sehr früh abgefangen. In der letzten Minute vergab Rustem Schwerthöfer die letzte Chance zum 2:2, als er nur den Pfosten traf.

E. Erle - SV Lippramsdorf 1:6

Mit einer Niederlage gegen den Bezirksligisten hatte Jörg Dieckmann zwar gerechnet, aber nicht mit so einer hohen. Dabei begann das Spiel für die Erler sehr gut, denn Thomas Rohlof traf in der sechsten Minuten für den A-Ligisten zum 1:0. Die Lippramsdorfer waren bei ihren Standards aber immer gefährlich. Sowohl der Ausgleich (14.) als auch die Führung (20.) der Gäste fielen nach Freistößen. Erle spielte dennoch weiter gut mit und hatte durch Johannes Schlüss die beste Möglichkeit zum Ausgleich. Kurz vor der Pause fand aber erneut ein Freistoß den Weg ins Tor der Eintracht. Als Lippramsdorf acht Minuten nach dem Wiederbeginn auf 1:4 erhöhte, erlahmte die Erler Gegenwehr und die Gäste legten noch den fünften (65.) und sechsten (77.) Treffer nach. Dieckmann: "Mir haben noch sechs Spieler gefehlt. Lippramsdorf war so wirklich eine Klasse besser.

T. E´schwick - BVH Dorsten 1:3

Es war eines der typischen Spiele, in dem der klassenniedrigere Verein mit einer Beton-Taktik den klassenhöheren fast zur Verzweiflung brachte. Der schlecht zu bespielende Ascheplatz ließ außerdem kaum Kombinations-Fußball zu. Allerdings taten auch die BVH-Stürmer einiges dazu, dass Interimstrainer Jürgen Nabrotzki richtig nervös wurde. Der Bezirksligist hatte etliche Möglichkeiten, doch die Angreifer waren vor dem Tor des B-Ligisten zu unentschlossen. Erkenschwick begnügte sich damit, die Bälle lang aus der Gefahrenzone zu schlagen. Fast hätten sie sogar damit Erfolg gehabt, denn sie trafen bei ihrem einzigen Angriff den Pfosten.

Auch nach dem, Seitenwechsel bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Der BVH Dorsten stürmte und stürmte, brachte den Ball aber nicht über die Linie. In der 72. Minute war es endlich soweit: Joaquin Richter erzielete nach Vorarbeit von Matthias Müller das 1:0. Die Erkenschwicker mussten nun selber nach vorn spielen und der BVH nutzte den Platz. Matthias Müller schloss ein Solo mit dem 2:0 ab (79.). Der Anschlusstreffer der Titania fiel durch einen Foulelfmeter (85.). Mit dem Schlusspfiff stellte Richter das Endergebnis her.

A. Weseke - BW Wulfen 3:1

Die Wulfener Abwehr erwies sich bei den Adlern als Achillesferse. In der zehnten Minute ermöglichte ein Missverständis in der Hintermannschaft das Weseker Führungstor. Nach einer halben Stunde ergatterte ein Adler-Stürmer nach einem erneuten Fehlpass den Ball und lief allein aufs Wulfener Tor zu. Keeper Stefan Bigus konnte ihn nur durch ein Foul im Strafraum stoppen. Der Elfmeter brachte das 0:2. Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff ließ Lukas Kulmers Anschlusstreffer neue Hoffnung aufkeimen. Wulfen war nun spielbestimmend und war ganz nahe am Ausgleich. Marco Müller hatte Pech, als er nur das Lattenkreuz traf. In der 80. Minute leiste sich die Abwehr erneut einen Lapsus, und es hieß 1:3. Fünf Minuten vor dem Ende verschoss Harry Schulze bei seinem Comeback einen Handelfmeter.

SV Lembeck - VfL Reken 2:1

Es war ein verdienter, aber auch glücklicher Sieg der Lembecker. Die Gastgeber fanden nur schwer ins Spiel gegen eine mit langen Bällen operierende Rekener Mannschaft. In der letzten Minute der ersten Hälfte verursachte Keeper Marcel Seumenich einen Foulelfmeter, der das 0:1 brachte. Karsten Kalduhn glich in der 75. Minute aus. In der allerletzten Minute wurde Matthias Hovestadt im Strafraum von den Beinen geholt. Patrick Vasic schoss Lembeck per Elfmeter in die zweite Runde.

SV Burlo - RW Deuten 1:2

Die Deutener waren 90 Minuten drückend überlegen, nutzten aber die Vielzahl von Torchancen nur ungenügend. Erst in der 44. Minute traf Jonas von Gostomski zum 1:0. Die Gastgeber erspielten sich im ganzen Match keine Torchance, selbst der Ausgleich in der 51. Minute resultierte aus einem Eigentor von Armen Ramic. Deuten machte weiter Druck, doch das Leder wollte nicht ins Tor. Zu allem Überfluss versagte der Unparteische den Rot-Weißen nach einem Foul an von Gostomski einen klaren Strafstoß. In der Schlussminute jagte dann Stanley Stadler den Ball unter die Latte und das Match fand doch noch ein gerechtes Ende.

SuS Hervest - Gencliksp. RE 3:5

Trainer Dieter Götz war mit dem Spiel seiner Elf nicht zufrieden und bescheinigte dem Gegner einige schöne Tore. Die Gästeführung (21.) glich Michael Pröpper (30.) aus. Der Routinier sorgte auch in der 47. Minute für die einzige SuS-Führung. Recklinghausen antwortet aber mit einem Doppelschlag (53., 55.) zum 2:3. Zwei weitere Gegentore (75., 80.) entschieden das Spiel, bevor Dieter Götz zum 3:5 traf (90.). al/weih

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