Großes Gefälle und zu lange Spielzeit – die JSG Lembeck/Rhade/Deuten ist Stadtmeister

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Das Niveau bei der C-Jugend Stadtmeisterschaft in der Halle war überschaubar, das Gefälle groß und die Tore standen weit offen. Insgesamt fielen acht Tore pro Partie im Schnitt.

von Niklas Berkel

Wulfen-Barkenberg

, 23.02.2020, 19:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das bewies nun auch die Stadtmeisterschaft der C-Jugend-Fußballer: Das sportliche Niveau sinkt weiter. Ob die 128 gefallenen Tore in 16 Spielen damit zu tun haben, ist wohl nicht zu beweisen. Aber das Gefälle zwischen einigen Teams war dermaßen groß, dass selbst der vierte Platz am Ende nicht viel bedeutete. Den belegte am Ende die C2 der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Lembeck/Rhade/Deuten.

Lediglich ein Spiel gewann das Team im gesamten Turnierverlauf. Alle anderen vier Spiele verlor die Mannschaft − deutlich. Ob mit 2:5 gegen Barkenberg und 1:6 gegen den BVH Dorsten in der Gruppenphase oder das Halbfinale gegen den SV Schermbeck gar mit 2:8. Und es kam danach noch dicker. Weil der BVH das kleine Finale ausspielen wollte, setzte es erneut eine klare 1:10-Pleite.

Die Spielzeit ist zu lang

Was natürlich mit berücksichtig werden muss, ist, dass die JSG II das zweite Halbfinale spielte. Das bedeutete, dass sie direkt im Anschluss daran erneut auf den Platz musste. Während sie sich trotz des 2:8 gegen den SVS wacker schlug, waren die Körner gegen den BVH einfach nicht mehr da. Das ist das eine Problem. Das andere: Die Spielzeit von zweimal zehn Minuten in der Halle ist zu lang.

Einen verdienten Sieger sah die Hallenstadtmeisterschaft aber auch. Die JSG Lembeck/Rhade/Deuten I spielte guten Fußball. Gerade im Finale zeigte sie tolle Kombinationen und sogar den „fünften Feldspieler“ in der Halle mit Torwart Noah Hamid. Der scheiterte bei einem Vorstoß in die gegnerische Hälfte nach nur wenigen Sekunden an der Latte. Kur darauf brachte dann aber Lasse Schwarzberg den Ball im Tor unter. Nachdem Johann Könning und Linus Kampmann mit zwei Treffern auf 4:0 noch vor der Pause erhöhten, war das Finale bereits entschieden.

Torwart konnte glänzen

Unter anderem auch deshalb, weil Hamid nicht nur mit dem Ball am Fuß glänzte, sondern auch auf der Linie starke Aktionen zeigte. Mehrmals rettet er in höchster Not. Sein kleiner Fehler zum 1:4 kurz vor der Halbzeit durch Erik Thiel fiel nicht ins Gewicht. Die letzten beiden Treffer erzielten Phil Schnieders für die JSG zum 5:1 und Thiel für den SVS zum 5:2.

Noch in der Gruppenphase endete das Duell andersherum. Da gewann der SVS mit 2:1 und damit Platz eins in der Gruppe. Die JSG I setzte sich im Halbfinale mit 6:2 gegen den BVH durch.

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