Harte Arbeit statt Feiertag - BG Dorsten und BSV Wulfen spielen am Tag der Einheit

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Die Fahrt zur BBG Herford ist für die BG Dorsten eine der längsten, das Spiel dort eines der schwersten der Saison. Wulfens Gegner Deutz hat unterdessen keine Punkte, aber viel Qualität.

Dorsten, Wulfen

, 02.10.2019, 19:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

1. Regionalliga West

BBG Herford - BG Dorsten

Do. 16 Uhr, SH Friedrichs-Gymnasium, Werrestr. 9, 32049 Herford.

Dorstens Trainer gerät bei der Beschreibung der Herforder Stärken fast ins Schwärmen: „Würde Basketball nur mit einer Siebener-Rotation gespielt, wäre Herford wohl das bestbesetzte Team der Liga.“ Da sind die Neuzugänge Omar Zemhoute, der aus Ibbenbüren kam, Ole Wendt, der im vergangenen Jahr noch mit Paderborn den BSV Wulfen vor unlösbare Rätsel stellte, und der Amerikaner Derylton Hill, vergangene Saison Meister in der finnischen Division 1B. Dazu kommen Spieler wie der litauische Routinier Vaidotus Volkus oder Power Forward Rafael Fischer, der von den Herzögen Wolfenbüttel kam.

Mit viel Physis und Tempo

Und nicht nur spielerisch muss sich die BG auf geballte Power einstellen. „Herford spielt auch sehr physisch“, weiß Franjo Lukenda. Offensiv könne Herford jedem Gegner Probleme bereiten. „Die werden versuchen, sehr physisch und mit viel Tempo zu beginnen. Es kommt darauf an, wie wir das mitgehen können“, sagt Franjo Lukenda.

Personell hat er keine Sorgen: „Wir sind komplett“, erklärt der BG-Trainer. Und das spielt für ihn eine entscheidende Rolle. Denn Dorstens Chance liegt in Ostwestfalen eben jenseits der ersten sieben Spieler. Lukenda ist dafür bekannt, mit großer Rotaion zu spielen, also möglichst alle Spieler einzusetzen. Der Druck, den seine Spieler dabei auf den Gegner ausüben sollen, macht diesen dann oft mürbe und zwingt die erschöpften Topspieler auf die Bank. So soll es auch in Herford laufen.

BSV Wulfen - Deutzer TV

Do. 16 Uhr, SH Gesamtschule Wulfen, Schultenfelder Allee.

Vier Spiele, null Punkte − die Ausbeute des Feiertags-Gegners der BSV Münsterland Baskets Wulfen war bislang schlecht. Die Leistungen des Deutzer TV waren es indes nicht. Die Wulfener erwartet alles andere als ein Spaziergang.

Dreimal standen die „Kellerkinder“, wie sich die Kölner selbst nennen, schon knapp vor einem Sieg. Gegen Leverkusen, Rhöndorf und Grevenbroich musste sich Deutz jeweils nur knapp geschlagen geben. Lediglich bei der BG Dorsten war der Tabellenvorletzte mehr oder weniger chancenlos, kämpfte sich aber auch hier nach klarem Rückstand noch einmal heran.

Starkes Kollektiv, aber auch gute Einzelspieler

Diese Kampfkraft ist es, die das Deutzer Kollektiv, das ohne US-Amerikaner auskommt, so stark macht. Allerdings bieten die Gäste auch individuelle Klasse auf. Da ist zum Beispiel 2,04-m-Mann Anton Geretzki, der vor der Saison vom UBC Münster in seine Kölner Heimat zurückkehrte. Mit Center Lennart Boner (2,07 m) verpflichtete Deutz zudem in der vergangenen Woche einen Big Man, der in der letzten Saison für die BG Kamp-Lintfort 13,5 Punkte und 13 Rebounds sammelte.

Die BSV-Herren dürfen die Partie also keineswegs im Feiertags-Modus angehen und sich vom Tabellenplatz der Gäste täuschen lassen. Deutz hat allemal das Potenzial, ähnlich unkonzentrierte Leistungen wie gegen Grevenbroich oder in Recklinghausen zu bestrafen. Wollen die Wulfener den dritten Saisonsieg einfahren und damit ihre gute Tabellenposition festigen, ist volle Konzentration gefordert.

Unterstützung erhofft sich das Team von den Fans, die am Donnerstag auch die Saisonpremiere der BSV-Cheerleader feiern können.

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