Jetlag lässt Jason Osbornes Traum platzen

Rudern

„Es war ein wunderschöner Traum“, sagt Mark Osborne. Doch in Erfüllung ging er für seinen Sohn Jason bei den Indoor-Weltmeisterschaften in Boston nicht. Der junge Wulfener hatte von Gold geträumt – und wurde Achter.

WULFEN

von Von Andreas Leistner

, 22.02.2011, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Boston konnte Jason Osborne im Schlussspurt gegen die ältere Konkurrenz nichts mehr zusetzen. Doch 2012 will er an gleicher Stelle wieder angreifen.

In Boston konnte Jason Osborne im Schlussspurt gegen die ältere Konkurrenz nichts mehr zusetzen. Doch 2012 will er an gleicher Stelle wieder angreifen.

Über drei Viertel des Rennens war für ihn alles nach Plan gelaufen. 1:37 min wollte er jeweils auf  500 Metern fahren. Das funktionierte bis zur 1500 m-Marke, doch als Jason dann zum Schlussspurt ansetzen wollte, merkte er, es ging nicht. Anders als in vielen bisherigen Rennen hatte er nichts mehr zuzusetzen und musste die Konkurrenz auf den letzten 100 Metern sogar ziehen lassen. Mit 6:35 min blieb er sieben Sekunden hinter seiner Zeit von den hessischen Meisterschaften in Kassel im Dezember. Warum? Vater Mark hält den Jetlag nach der langen Flugreise für die plausibelste Erklärung: „Von den deutschen Junioren sind in Boston fast alle um mehrere Sekunden hinter ihrer Bestzeit geblieben.“ Bei einer neuerlichen Teilnahme seines Sohnes will er deshalb früher anreisen. Denn auch 2012 wird die Indoor-WM in Boston stattfinden und Jason will sich natürlich unbedingt qualifizieren. Dann wird er ein Jahr älter sein und erneut angreifen.

Bis dahin gibt es aber noch weitere wichtige Ziele. Das Wichtigste: die Junioren-Weltmeisterschaft Anfang August im englischen Eton. Die Qualifikation dafür erfolgt über vier Etappen: den Langstreckentest in Leipzig, den Kleinboottest in Köln, die Hamburger Ranglisten-Regatta und natürlich die Deutschen Meisterschaften. Und wer Jason dort einiges zutraut, der ist alles, aber bestimmt kein Träumer.

Lesen Sie jetzt