Judy Reynolds beendete die Corona-Pause

rnReiten

Die Corona-Pause geht für die Dressur-Reiter dem Ende zu. Die Irin Judy Reynolds hat am Wochenende in Rhede mit der Stute Leprevost den zweiten Platz in einer S-Dressur belegt.

von Ralf Weihrauch

Lembeck

, 24.06.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für ihren Auftritt mit Leprevost, die von Judy Reynolds Penny genannt wird, bekam die Irin am Wochenende beim Turnier in Rhede 888 Punkte (70,476 %). Der erste Preis ging an den Kirchhellener Tobias Nabben. Die für St. Michael Endeln startende Reynolds war sehr zufrieden: „Zwei Richter haben uns sogar auf dem ersten Platz gesehen.“ Anschließend ritt sie noch mit dem Nachwuchspferd Ferry in einer A-Dressur auf den fünften Platz.

In der Corona-Zeit muss sich Judy Reynolds an komplett neue Abläufe bei den Turnieren gewöhnen. Es war zwar kein Geister-Turnier, aber mehr als 50 Zuschauer durften nicht auf die Rheder Anlage: „Jeder musste am Eingang ein Pfand abgeben und sich in eine Liste eintragen. Es gab aber keine Getränke oder Imbiss-Stände.“

Jetzt lesen

Nicht nur für die Zuschauer, auch für die Reiter war es kein normales Turnier. Die Starter waren angewiesen, frühestens 90 Minuten vor dem Start das Turniergelände zu betreten: „Nach dem Wettbewerb mussten wir innerhalb einer halben Stunde das Gelände wieder verlassen.“ Alle Starter waren verpflichtet, ein Anwesenheitsprotokoll auszufüllen: „Wir bekamen dafür ein Bändchen, das wir die ganze Zeit tragen mussten“, berichtet Judy Reynolds.

Keine echte Turnieratmosphäre

Eine richtige Turnier-Atmosphäre kam aufgrund dieser Hygienemaßnahmen nicht auf: „Man hatte keine Zeit, sich mit anderen Reitern zu unterhalten. Ein Small-Talk war so nicht möglich.“ Doch alle Startet waren froh, dass es überhaupt einen Wettkampf-gab. Aus diesem Grund verzichteten alle auf ihre Preisgelder, und eine Siegerehrung fand auch nicht statt.

Judy Reynolds machte das nichts aus: „Wir waren alle dankbar, dass wir überhaupt starten durften. Die Veranstalter hatten aufgrund der Corona-Maßnahmen einiges an Mehrkosten, Einnahmen gab es dagegen nicht.“

Für die irische Weltklasse-Reiterin war es nach dem Turnier in Heiden vor zwei Wochen schon der zweite Wettkampf-Start: „Davor hatte ich eine siebenmonatige Pause, denn das letzte große Turnier bin ich im November 2019 geritten.“

Vorerst bleibt es für Judy Reynolds bei regionalen Wettkämpfen. Während es für die Springreiter am Wochenende ein Internationales Turnier gab, wird Reynolds auf große Turniere noch warten müssen: „In zwei Wochen sattle ich einige Pferde für das Turnier bei Johann Hinnemann in Voerde. Eventuell kann ich mit Leroy im Spätsommer noch eine S-Dressur reiten.“

Vancouver K hat noch Pause

Ihr Paradepferd Vancouver K (JP) hat hingegen noch Pause. Die hat aber nichts mit Corona zu tun, denn Reynolds hatte schon Anfang des Jahres angekündigt, dass sie JP erst später im Jahr wieder einsetzen wollte. Mit dem Wallach will sie, wenn alles klappt, im kommenden Jahr noch zu dem Olympischen Spielen nach Tokio reisen.

Lesen Sie jetzt