Judy Reynolds spricht im Interview über ihre fulminante EM-Woche

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Oympia-Qualifikation mit der Mannschaft, adzu zweimal Platz fünf in der Einzelwertung - im Interview spricht Dressurreiterin Judy Reynolds über ihre extrem erfolgreiche EM in Rotterdam.

von Ralf Weihrauch

Dorsten, Lembeck

, 28.08.2019, 13:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Judy Reynolds, haben Sie schon alle Erlebnisse verarbeitet?

Das waren wirklich tolle Ergebnisse. Die Olympia Qualifikation mit der irischen Mannschaft und die beiden fünften Plätze waren phänomenal.

Wir sind eine Woche in Rotterdam gewesen. Das ist schon deutlich länger als ein normales Turnier. Vor dem Nationen-Turnier waren alle aufgeregt, dafür war die Freude hinterher umso größer. JP (Vancouver K, Anm. d. Red.) und ich waren dann noch zweimal im Viereck und mussten die Konzentration hochhalten.

Jetzt, wo das Adrenalin weg ist, fühle ich die Anstrengung und die Müdigkeit kommt.

Der Umzug von Dorsten nach Lembeck zur Reitanlage Elwermann erfolgte auch erst kurz vorher...

Das hat aber nicht so eine große Rolle gespielt. JP und auch alle anderen haben das gut überstanden. Der Umzug verlief glatt und problemlos.

Sie sind nun nicht nur in der Mannschaft, sondern auch im Einzel für Tokio qualifiziert. Wecken die fünften Plätze Begehrlichkeiten auf eine Medaille?

Der Abstand zur absoluten Weltspitze, die in Japan komplett am Start ist, ist noch sehr groß. Ich hatte in Rotterdam das Gefühl, dass wir die Punkte bekommen haben, die wir verdient haben. Die Leistung bei der Europameisterschaft war natürlich wohl unsere beste, daher ist das mit dem Rekord schon in Ordnung. Wir haben vorher aber auch schon gute Ritte gezeigt, wo ich dachte, da hätten es ein paar Prozent mehr sein können.

Trotz der guten Noten klaffte aber zu den Medaillenrängen noch eine große Lücke, die auch wirklich vorhanden ist.

Wie lange wird nun die Pause werden?

Da wir für die Olympischen Spiele qualifiziert sind, bekommt JP eine lange, lange Pause. Ich bin mir nicht mal sicher, ob wir am Weltcup teilnehmen werden, der ja schon im Herbst beginnt.

Ich werde in der Zwischenzeit meine anderen Pferde weiter nach vorne bringen. Es sind schon einige junge dabei, die schon S gehen, aber da muss ich noch Arbeit investieren.

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Stehen die Sponsoren nun bei Ihnen Schlange?

Schön wäre es! Erfolge wie in Rotterdam helfen ungemein. Aber wir müssen auch auf dieser Ebene viel Arbeit investieren. Neben Sponsoren, die Geld investieren, brauchen wir auch Sponsoren, die Pferde auf internationalem Niveau zur Verfügung stellen. Da hoffe ich, dass das nun alles auch ein klein wenig leichter wird.

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