Julian Hein möchte zu den Olympischen Jugendspielen

Kitesurfen

Dass ARD und ZDF 2018 live von den Olympischen Spielen berichten können, ist Julian Hein egal. Der Kitesurfer aus Dorsten will nächstes Jahr ja auch nicht zu den Winterspielen von Pyeongchang, er will nach Buenos Aires – zu den dritten Olympischen Sommer-Jugendspielen.

DORSTEN

, 02.08.2017, 17:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Julian Hein möchte zu den Olympischen Jugendspielen

Auf Kurs nach Buenos Aires? Kitesurfer Julian Hein aus Dorsten möchte sich für die Olympischen Jugendspiele 2018 in der argentinischen Metropole qualifizieren.

Die Chancen des jungen Kitesurfers aus Dorsten, vom 6. bis zum 18. Oktober 2018 dabei zu sein, stehen durchaus gut. Im Juli überzeugte er bei der Europameisterschaft der Slalomfahrer im italienischen Gizzeria selbst auf eher ungewohntem Terrain. „Julian fährt eigentlich eher Rennen und Freestyle. Slalom trainiert er so gut wie gar nicht“, erklärte sein Vater Michael im Gespräch mit der Dorstener Zeitung.

Achter bei den Männern

Trotzdem belegte der Filius in der Männerklasse einen mehr als respektablen achten Platz unter 70 Teilnehmern und hatte dabei sogar noch Pech. Im Halbfinale kam es zur Kollision mit einem anderen Kitesurfer, bei der Heins Brett und Schirm beschädigt wurden. Ein anderer Fahrer nahm ihm kurz darauf noch einmal die Vorfahrt und so verpasste der Dorstener das A-Finale. Mit Platz acht ist der 17-Jährige trotzdem sehr zufrieden.

Viel Zeit zum Grämen hat er allerdings eh nicht. Denn ab heute ist er in Heiligenhafen bei den Deutschen Meisterschaften am Start. Eine Woche später geht es zu den Kitesurf-Masters nach St. Peter Ording, von da zum Weltcup nach Fehmarn und schließlich zu einem Spaßwettbewerb nach Cuxhaven. Dort geht es darum, wer mit seinem Board den höchsten Sprung schafft. Im vergangenen Jahr musste Julian Hein sich nur um Zentimeter geschlagen geben. „Aber da war ich nicht dabei“, meint Vater Michael, selbst passionierter Kiteboarder: „Ich hätte ihm Tipps gegeben und ein, zwei Dinge anders gemacht.“

Quali im Februar

Ernst wird es für den jungen Dorstener dann wieder im Februar. In Dakhla in der Westsahara geht es dann um die Qualifikation für die Slalomwettbewerbe der Olympischen Jugendspiele 2018.

Quasi als Generalprobe dafür steht dann im April 2018 noch die Weltmeisterschaft in China auf dem Programm. Reichlich viele Termine im Kalender eines 17-Jährigen, doch Julians Eltern achten darauf, dass die Schule dabei nicht aus dem Blickwinkel gerät. „Das ist wichtiger“, sagt Michael Hein. Auch wenn der Traum von Buenos Aires noch so schön ist.

 

Das sind die Olympischen Jugendspiele

Die Olympischen Jugendspiele (Youth Olympic Games, YOG) sind Multisportveranstaltungen unter der Aufsicht des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die alle vier Jahre stattfinden sollen. Sie sind in Sommer- und Winterspiele aufgeteilt und sollen die bereits bestehenden Olympischen Spiele ergänzen.

Im Sommer werden die 26 vorgesehenen Sportarten dieselben sein wie bei den traditionellen Olympischen Spielen, jedoch mit einer eingeschränkten Zahl von Disziplinen und Wettbewerben.

Bei Olympischen Jugendspielen werden keine Nationalflaggen und Nationalhymnen verwendet. Bei den Siegerehrungen werden die olympische Flagge gehisst und die olympische Hymne gespielt. Dadurch soll die Konkurrenz zwischen den Ländern in den Hintergrund rücken.

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