Kunstrasen kommt auch in Wulfen und Barkenberg

rnSportausschuss Dorsten

Der Dorstener Sportausschuss hat am Donnerstag weitere Schritte in Richtung des Baus von Kunstrasenplätzen in Wulfen und Barkenberg gemacht.

Wulfen, Wulfen-Barkenberg

, 29.03.2019, 05:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Vereinsheim des SV Rot-Weiß Deuten hatten die Ausschussmitglieder bei den Kunstrasen-Projekten am Midlicher Kamp und insbesondere am Wittenbrink auch den Zeitfaktor im Blick. Ursprünglich waren beide Punkte von der Verwaltung lediglich als Berichtsvorlagen eingebracht worden. Auf Antrag der CDU wurde jedoch einstimmig beschlossen, die Dinge zu forcieren, damit die Baumaßnahmen möglichst zügig umgesetzt werden können.

Rat kann beschließen

Beim Projekt des 1. SC Blau-Weiß Wulfen bedeutet das, dass der Sportausschuss die Verwaltung beauftragte, die Gespräche mit dem Verein weiterzuführen und auf dieser Basis eine Beschlussvorlage zu erstellen. Diese könnte dann schon in der nächsten Ratssitzung und im Bauausschuss beraten werden, und man müsste nicht erst auf die nächste Sitzung des Sportausschusses im Juni oder Juli warten.

Den zahlreich erschienenen Vertretern des Wulfener Fußball-Vereins kam dies natürlich entgegen. Sie stehen quasi „Gewehr bei Fuß“, die Arbeiten am Wittenbrink könnten bereits im Sommer losgehen.

Kunstrasen kommt auch in Wulfen und Barkenberg

Die Sporthalle der Matthäusschule sei „de facto abgängig“, erklärte Bürgermeister Tobias Stockhoff. Wo ein Ersatzbau entstehen soll, ist zurzeit noch offen. © Andreas Leistner

Klärungsbedarf herrscht allerdings noch in einem anderen Punkt der Verwaltungsvorlage. „Wir prüfen gerade noch, wo eine Ersatzhalle für die abgängige Matthäushalle entstehen könnte“, berichtete Bürgermeister Tobias Stockhoff. Sowohl die Planungen und Berechnungen als auch die Gespräche mit dem Verein zu diesem Thema befänden sich allerdings noch in der Anfangsphase. „Wir haben keine Präferenzen“, erklärte Stockhoff, „aber bevor wir uns jetzt schon festlegen, wollen wir die verschiedenen Möglichkeiten auf jeden Fall prüfen.“

Im Gespräch ist ein Neubau auf dem Gelände der Montessori-Schule ebenso wie einer auf der Trainingswiese der Sportanlage Wittenbrink. Die aber würden die Fußballer lieber behalten und gerne ebenfalls in einen Kunstrasen umwandeln.

Die Verhandlungen über diese Frage könnten aber weitergeführt werden, während der Bau des eigentlichen Kunstrasenplatzes voran getrieben werde, schlug Hans Fogler (CDU) vor, in diesem Punkt gewissermaßen auf Zeit zu spielen: „Vielleicht ist das bis Baubeginn dann schon geklärt.“

Barkenberg braucht etwas mehr Geduld

Noch etwas länger gedulden muss sich bis zum eigenen Kunstrasen SuS Grün-Weiß Barkenberg. „Hier befinden sich die Gespräche mit dem Verein noch ganz im Anfangsstadium“, berichtete der Bürgermeister. Grundsätzlich herrsche aber Einigkeit darüber, das von der Verwaltung angeregte Modell zu verfolgen. Dieses sieht vor, dass der Tennenplatz der Barkenberger Bezirkssportanlage am Midlicher Kamp zu einem Kunstrasenplatz umgebaut wird, um eine hochwertige und zentrale Sportanlage für den Vereins- und Schulsport zu erhalten. Im Gegenzug will die Stadt den Tennenplatz an der Grünen Schule und die Pflege des Rasenplatzes am Midlicher Kamp aufgeben. Ob der Verein letztere in Eigenregie übernehmen könne, müsse noch geklärt werden, sagte der Bürgermeister.

Auf Antrag der CDU wurde die Verwaltung bei diesem Tagesordnungspunkt beauftragt, eine Beschlussvorlage für die nächste Sitzung des Sportausschusses zu erstellen. Eine Entscheidung, die auch Barkenbergs Vorsitzender Frank Hofmann begrüßte: „Wir stehen ja noch ganz am Anfang und brauchen noch Zeit. Dass wir nicht zeitgleich mit Wulfen dran sind, war uns klar.“

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