Lukas Müller siegt in Henley

Rudern

Die 1839 erstmals ausgetragene Royal Henley Regatta gilt als die traditionsreichste Ruderregatta der Welt. In diesem Jahr ernteten hier auch Ruderer des RV Dorsten Lorbeeren.

DORSTEN

10.07.2016, 20:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lukas Müller (2.v.r.) jubelt mit seinen Bootskollegen bei der Siegerehrung.

Lukas Müller (2.v.r.) jubelt mit seinen Bootskollegen bei der Siegerehrung.

Als Mitglieder der U23- Nationalmannschaft waren Benedikt Müller und Christopher Reinhardt mit dem U23-Achter im Grand Challenge Cup eingeladen worden. Dort treten die Nationalmannschaften gegeneinander an, allerdings unter ihren Clubnamen. Eine ganz besondere Ehre wurde dem RV Dorsten somit zuteil, denn da Dorsten neben Krefeld die meisten Sportler des Bootes gemeldet hatte, startete der deutsche U23 Nationalachter als „Crefeld & Dorsten“. Im Achtelfinale erwies sich jedoch der italienische Achter, der die Qualifikation für die Olympischen Spiele im Mai nur knapp verpasste, als zu stark. „Ich denke, insgesamt haben alle viel Erfahrung mitgenommen. Die Konkurrenz war hier knallhart, die Bedingungen besonders. Es war eine lehrreiche Veranstaltung, die wohl keiner vergessen wird“, erklärte Bundestrainer Peter Thiede.

Mehr als nur Erfahrung nahm Lukas Müller mit nach Hause. Im Brittania Challenge Cup startete er zusammen mit Fabian Weiler, Dominic Imort, Felix Krane und Steuerfrau Anna Dames vom RTHC Bayer Leverkusen im Vierer mit Steuermann. Überlegen gewann die Crew, die erstmals drei Wochen vor der Regatta zusammen trainierte, das Achtel-, Viertel-, und Halbfinale. Im Finale des Britannia Challenge Cup, der Trophäe der Club-Vierer, gegen den Vierer des Londoner Imperial College Boat Club, hatte der Gegner dem aggressiven, hochfrequenten und kraftvollen Fahrweise des Leverkusener Bootes nicht genug entgegenzusetzen.

Für Lukas Müller, der 2011 Juniorenweltmeister im Vierer ohne Steuermann wurde, erfüllte sich ein Traum. Zwei Mal hatte er bereits in verschiedenen Bootsklassen an der Royal Henley Regatta teilgenommen, nun endlich durfte er sich auf einem der Siegerpokale verewigen.

„Für alle, die einmal diese spezielle Atmosphäre in Henley miterleben durften, ist es der absolute Traum dort zu gewinnen. Gerade für Lukas, der in den letzten Jahren nicht immer nur Glück hatte, freut mich das riesig“, kommentierte RVD-Coach Sebastian Schmelzer.

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