Manfred Gwosdz - Mr. Schießsport

Das Sportporträt

Seit 1991 leitet Manfred Gwosdz die Fachschaft Schießen des Stadtsportverbandes. In der Dorstener Schießsport-Szene kennt er sich aus wie kein anderer. Weil er sich geschworen hat, mit 70 Jahren nun sein letztes freiwilliges Amt niederzulegen, wird er am 4. Februar die Leitung seinem Nachfolger übergeben.

DORSTEN

31.01.2011, 17:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Manfred Gwosdz ist nicht nur Funktionär, sondern auch selbst begeisterter Schütze.

Manfred Gwosdz ist nicht nur Funktionär, sondern auch selbst begeisterter Schütze.

Vor allem die Jugendarbeit im Schießsport stand bei ihm immer schon im Vordergrund. „Wo sonst lernen Jugendliche sich zu konzentrieren oder sich selbst zu beherrschen, wenn nicht in einer Schießgruppe?“, so der 70-Jährige. Konzentration und Disziplin sind auch die Dinge, die den 70-Jährigen an der gesamten Sportart fasziniert: „Man braucht sich nur einmal die Biathleten anschauen – einfach überwältigend, wie diese Sportler innerhalb von 15 Schritten höchste Konzentration aufbauen können.“

Sportliche Erfolge feiert Manfred Gwosdz auch heute noch. So schoss er auf den Kreismeisterschaften 2010 ganze 298 Ringe in der Disziplin KK 100 Meter. „Das ist eben das schöne an der Sportart: Sie ist selbst im hohen Alter konzentrationsfördernd.“ Als absoluten Höhepunkt in seiner Zeit als Fachschaftleiter sieht Gwosdz den westfälische Schützentag, der 2001 in Dorsten ausgetragen wurde. Mit großer Freude erinnert sich Gwosdz an die Details: „Über 30 Kapellen marschierten zusammen mit den Schützen vom Westwall über die Klosterstraße auf die Recklinghäuser Straße. Damals schauten 30 000 Besucher die Parade an.“ Seitdem hat sich einiges verändert. So ist Gwosdz zum Beispiel stolz auf die vor sechs Jahren eingeführte Meisterschaft der Bürgerschützen. Sein Amt als Fachschaftleiter wird Gwosdz am 4. Februar niederlegen. Dann wird auf dem Schießstand in Rhade neu gewählt. „Mit 70 Jahren ist es einfach höchste Zeit zu gehen“, so der Pensionär.

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