Mit Anmut zur Vizemeisterschaft

22.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dorsten Anmut hat einen Namen: Hendrik Lochthowe (27) und Rubin Royal. Das Dream-Team des ZRFV Dorsten sicherte sich bei den Westfälischen Meisterschaften in Riesenbeck den Vizetitel in der Dressur und platzierte sich nur ganz knapp hinter Pferdewirtschaftmeister Wolfram Wittig, Ausbilder und Trainer von Dressurkönigin Isabel Werth.

Es hat nicht viel gefehlt für Hendrik Lochthowe und den elfjährigen Rubin Royal. Der dunkelbraune Oldenburger Hengst aus der Traditionszucht von Harli Seifert, für die Hendrik als Chefbereiter arbeitet, bekam viel Szenenapplaus und ist dafür bekannt, Menschen zu verzaubern.

Vielseitigkeit gelobt

Umso schwerer war es für Norbert Lochthowe (47), gegen die Dressurspezialisten anzureiten. Dennoch konnte er mit Maxx Well einen kleinen Coup landen. Er schaffte es bei seiner ersten westfälischen Dressurmeisterschaft in der Gesamtwertung auf Rang fünf bei den Herren.

Riesenkomplimente gab es für seine Vielseitigkeit. Nach der Grand Prix-Kür am Samstag schlüpfte er schnell aus dem Dressurfrack, drückte Maxx Well seiner Pflegerin Jutta Schoel in die Hand und fegte mit "Conny"-Contrast durch den schweren Parcours bei den Springreitern. Er kam, sah und siegte. Insgesamt ereichten nur drei Reiter das Stechen und Norbert Lochthowe konnte als allerletzter Starter die Klippen des Parcours am besten umschiffen - Sieg am Samstag.

Leider klappte dieser Coup am Sonntag nicht nach dem gleichen Strickmuster, in der Gesamtabrechnung reichte es da nur für Platz 14. Hubertus Diekmann wurde hier Zwölfter.

Bei den Junioren (16 bis 18 Jahre) freute sich Isabel Sinnhuber (17) über den 15. Platz in der Gesamtwertung, nachdem sie den Ärger über den "Freitags-Fehler am Letzten" verkraftet hatte. Mit der zehnjährigen Stute Cedra nahm sie zum ersten Mal an einer Westfälischen Meisterschaft teil und hat bislang wenig Erfahrung auf technisch schwerem M/A-Niveau.

Pferde geschont

Bundeskaderreiter Hubertus Kläsener (18) verzichtete nach einer soliden Samstagrunde bei den jungen Reitern (18 bis 21 Jahre) auf einen weiteren Start mit der siebenjährigen Cosima und schonte auch die zwölfjährige Stute Westzeit für die in zwei Wochen beginnende Euro in Frankreich. Zehnte wurde in der gleichen Prüfung die für Lembeck startende Eva-Maria Brüse (19). Mit Tequila B zeigte sie drei sehr überzeugende Runden.

Der erste Turniertag, Freitag der 13. brachte tatsächlich kein Glück für Sophie Sinnhuber (15) mit Grandus in der Youngster-Tour auf L-Niveau und Anna Mussmann (25) mit Donnerfee in der S-Dressur der Damen. Angesichts der starken Konkurrenz hatten bereits kleine Fehler große Wirkung.

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