Olympia-Drama: Osborne holt Silber und schreibt deutsche Ruder-Geschichte

Olympia: Rudern

In einem dramatischen Rennen haben Jason Osborne und Jonathan Rommelmann im leichten Doppelzweier bei den Olympischen Spielen in Tokio zwar Gold verpasst, aber dafür Silber gewonnen.

Dorsten

, 29.07.2021, 03:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Silbermedaillen-Gewinner Jonathan Rommelmann (l.) und Jason Osborne (r.) bei der Siegerehrung nach dem olympischen Ruderfinale im leichten Doppelzweier.

Die Silbermedaillen-Gewinner Jonathan Rommelmann (l.) und Jason Osborne (r.) bei der Siegerehrung nach dem olympischen Ruderfinale im leichten Doppelzweier. © Privat

Auf der Ruderstrecke des Sea Forest Waterway in Tokio mussten sich Jason Osborne und Jonathan Rommelmann am Ende nur den Irischen Kontrahenten beugen. In einem Herzschlagfinale gewann das Deutsche-Doppelzweier-Duo im Leichtgewicht Silber und schrieb zugleich deutsche Ruder-Geschichte bei Olympia.

Osborne und Rommelmann dominierten das Rennen auf der Bahn vier vom Start weg. Nach der 500-Meter-Marke führten die beiden Deutschen vor den Konkurrenten aus Italien mit Stefano Oppo und Pietro Ruta und den Top-Favoriten aus Irland mit Fintan McCarthy und Paul O‘Donovan.

Die Top-Favoriten immer im Blick

Und auch bei der 1000-Meter-Marke war Osborne mit seinem Ruder-Partner Rommelmann immer noch auf Platz Eins. Dahinter hatten die Iren die Italiener bereits überholt. Gerade im Mittelteil, wo der deutsche Doppelzweier im Leichtgewicht in der Vergangenheit Probleme hatte, boten sie der Konkurrenz beeindruckend Paroli.

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Nach der 1500-Meter-Marke hatten sich die Favoriten aus Irland hauchdünn vor Osborne und Rommelmann geschoben und führten mit 0,27 Sekunden Vorsprung. Doch die deutschen Ruderer ließen sich nicht abschütteln und holten auf den letzten 500-Metern die letzten Kraftreserven heraus.

Gold verpasst, Silber gewonnen

Am Ende reicht es nicht ganz. Mit einem Rückstand von nicht einmal einer Bootslänge musste sich das deutsche Duo um Osborne und Rommelmann mit einer Zeit von 6:07,29 Minuten knapp geschlagen geben. Gold ging an den irischen Zweier und Bronze an das italienische Ruderboot.

Jonathan Rommelmann (v.l.) und Jason Osborne (v.r.) im direkten Duell mit den späteren Olympiasiegern aus Irland.

Jonathan Rommelmann (v.l.) und Jason Osborne (v.r.) im direkten Duell mit den späteren Olympiasiegern aus Irland. © Privat

Mit der Silbermedaille schreiben Osborne und Rommelmann deutsche Ruder-Geschichte. Denn in der Vergangenheit hatte es bisher kein einziger deutscher Doppelzweier im Leichtgewicht geschafft, jemals eine olympische Medaille in dieser Disziplin zu gewinnen.

„Ich bin sehr stolz“

Dementsprechend glücklich zeigte sich die Trainerin Sabine Tschäge nach dem Rennen im Fernsehen und sagte: „Die Jungs haben alles umgesetzt, was man sich vorgenommen hatte. Ich bin überwältig und super stolz.“

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Und auch die frisch gebackenen Silbermedaillen-Gewinner Jason Osborne und Jonathan Rommelmann waren im Interview überglücklich über ihren Erfolg. „Natürlich war es unser Ziel, die Iren zu schlagen. Bis auf die letzten 300 Meter waren wir gut dabei. Wir haben alles gegeben und ich bin sehr stolz“, sagte Osborne und Rommelmann fügte hinzu: „Ich kann es noch nicht so ganz fassen. Wir wollten alles geben und haben den Iren einiges geboten.“

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