Rennfahrer Moritz Oberheim trotzte dem Coronavirus – ihm bot sich eine Geisterkulisse

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Auf dem Nürburgring wurde am Samstag noch gefahren, während in NRW bereits alle Veranstaltungen abgesagt waren. Mit dabei war auch der Schermbecker Rennfahrer Moritz Oberheim.

Schermbeck

, 18.03.2020, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Schermbecker Rennfahrer Moritz Oberheim trotzte dem Coronavirus. Er testete am vergangenen Samstag auf dem Nürburgring (Rheinland-Pfalz) für die neue Saison, während in Nordrhein-Westfalen bereits alle Sportveranstaltungen abgesagt waren. Doch im offiziellen Rennbetrieb wird er sich erst einmal nicht ausprobieren können. Mittlerweile steht der Rennbetrieb still.

Eine Geisterkulisse

Als Moritz Oberheim am Samstag auf dem Nürburgring seinen neuen Wagen testete, war es still. Ihm bot sich eine Geisterkulisse. Zuschauer waren nicht zugelassen, die Tribünen waren geschlossen.

Trotzdem freute sich Oberheim auf die neue Saison. Erstmalig startet der Schermbecker in zwei Fahrzeugen im Meisterschaftsbetrieb. „Ich hoffe, dass der offizielle Rennbetrieb bald starten kann“, so der Rennfahrer.

Moritz Oberheim freut sich auf die Saison - "die hoffentlich bald startet".

Moritz Oberheim freut sich auf die Saison - "die hoffentlich bald startet". © Horst Lehr

Oberheim will in dieser Saison für das „Sorg-Racing-Team“ starten. Erst vor wenigen Tagen schloss er zudem einen neuen Sponsorenvertrag ab. Sein neuer Hauptsponsor, die Firma Sikkens, gehört zum Großunternehmen AkzoNobel. Das auf zwei Jahre ausgelegte Vertragswerk verschafft dem jungen Rennfahrer den notwendigen Spielraum für seine weitere Einsatzplanung und sichert ihm auch die Teilnahme am Höhepunkt der Saison – dem 24-Stunden-Rennen.

Rennfahrer startet in zwei Boliden

Für die Testfahrten am vergangenen Samstag hatte das „Sorg-Racing-Team“ mit dem BMW E90 325i Oberheims neues Arbeitsgerät an die Rennstrecke gebracht. Damit wird der Schermbecker, neben seinem Engagement im „BMW-240i-Cup, in der Klasse V4 antreten. Trotz der vorhandenen Seriennähe verfügt der Rennwagen über mehr als 200 PS und erreicht auf dem schnellsten Streckenabschnitt, der „Dötinger Höhe“, rund 230 km/h Topspeed.

Oberheim, der den Boliden zusammen mit Thorsten Kratz und dem Briten Moran Gott pilotieren wird, sagt: „Es gibt einige gravierende Unterschiede zum BMW-Cup-Fahrzeug. So wird der Wagen zum Beispiel noch ohne Schaltwippe manuell geschaltet.“ Neuer Teamkollege im BMW-240i-Cup wird mit Heiko Eichenberg ein weiterer ausgewiesener Nordschleifenkenner.

Der Start ist nun ungewiss

Nach Ende der Testfahrten sagte Oberheim: „Bei den erfolgreichen Testfahrten konnte unser Team wichtige Erkenntnisse und Leistungsdaten zu Reifen und Setup sammeln.“ Wann Oberheim seinen Wagen aber im offiziellen Rennbetrieb fahren kann, ist noch offen. Die ersten beiden Rennen wurden von der VLN, der Organisation hinter der Rennserie, bereits abgesagt. Damit folgt sie der Entscheidung der Landesregierung Rheinland-Pfalz. Ab dem 16. März, Montag, sind dort alle Veranstaltungen mit mehr als 75 Personen verboten.

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