Rhades Aufstieg ist nur noch Formsache

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Der Bundesliga-Aufstieg der U17-Juniorinnen des SSV Rhade ist nur noch Formsache. Letzte Gewissheit wird der 15. Juli bringen.

Rhade

, 05.07.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jetzt hat es der SSV Rhade schwarz auf weiß: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Rhadern mitgeteilt, dass sie auch in der zweiten Bewerbungsphase alle erforderlichen Unterlagen und Nachweise vollständig eingereicht hätten und diese geprüft worden seien. Amtlich ist der Aufstieg der B-Juniorinnen des SSV in die U17-Bundesliga damit zwar immer noch nicht. Rhades Frauen-Obmann Dieter Müssner hat aber keinen Zweifel mehr, dass der zuständige DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball diese Formalie in seiner Sitzung an diesem Mittwoch (8. Juli) endgültig vollziehen wird.

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Die Anforderungen, die der DFB an die U17-Bundesligisten stellt, sind umfangreich. In der ersten Bewerbungsphase musste der SSV Rhade angeben, auf welchem Platz er seine Heimspiele austragen will und wie dieser beschaffen ist. Auch einen Ausweichplatz musste der SSV benennen. Außerdem musste der Aufsteiger nachweisen, dass er genügend Kabinen bereitstellen kann, dass ausreichend Parkplätze vorhanden sind und auch Busse am Risthaus Sportpark Platz finden. Ein Raum für mögliche ärztliche Versorgung rundete das erste Anforderungspaket des DFB ab. Doch damit war es nicht getan.

Mannschaftsarzt, Physiotherapeut und TV-Rechte

„In der zweiten Runde mussten wir einen Mannschaftsarzt und einen Physiotherapeuten benennen“, erzählte Dieter Müssner, Frauen-Obmann des SSV Rhade, im Gespräch mit unserer Redaktion. Für einen U17-Bundesligisten verlangt der DFB zudem als sportlichen Unterbau auch eine U15-Mannschaft. „Die bauen wir deshalb gerade auf“, berichtete Müssner.

Außerdem musste der SSV TV-Rechte an seinen Heimspielen an den Verband abtreten und die Kooperation mit einer Schule nachweisen. „Das“, so Müssner, „haben wir mit dem Gymnasium Maria Veen getan, wo unser Herrentrainer Martin Trockel demnächst arbeiten wird.“

Das alles sei „nun mal Standard beim DFB“, sagt der Rhader Obmann. Standard, der ihm arbeitsreiche Wochen beschert hat, doch nun ist er zufrieden: „Es kann los gehen!“

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Erst einmal macht die Mannschaft von Trainer Mike Lerche eine wohlverdiente Sommerpause. „In zwei, drei Wochen beginnt dann die Vorbereitung“, sagt Dieter Müssner. Der Saisonbeginn sei für den 12. September geplant, teilte der Rhader Obmann mit. Vorher gibt es noch den Staffeltag (19. August) und eine weitere Video-Konferenz eigens für die Aufsteiger (15. Juli).

Der SSV Rhade ist für das Abenteuer Bundesliga auf jeden Fall gerüstet – nicht nur organisatorisch, sondern auch sportlich. „Die Kaderplanung war zwar schwierig, weil der Westdeutsche Fußball-Verband die An- und Abmeldefristen trotz Corona nicht geändert hat“, erklärt Dieter Müssner. Der SSV habe trotzdem „einige interessante Spielerinnen“ gewinnen können und einen guten Kader zusammen.

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