RW Deuten zeigt zwei Gesichter - SV Schermbeck ist „weiter als erwartet“

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Der SV Dorsten-Hardt unterlag trotz toller Leistung einem Westfalenligisten knapp. Im zweiten Test von RW Deuten war ein ehemaliger Deutscher Nationalspieler zu Gast.

von Niklas Berkel, Ralf Weihrauch

Dorsten, Schermbeck, Hardt

, 02.08.2020, 20:14 Uhr / Lesedauer: 3 min

Für den Westfalenliga-Aufsteiger RW Deuten sprang aus den ersten beiden Spielen kein Sieg raus. Mit dem ersten Testspiel war das neue Trainer-Duo um Markus Falkenstein und Marek Swiatkowski nicht ganz zufrieden. Besser sah es da im zweiten Test gegen den SSV Buer aus. Der SV Dorsten-Hardt zeigte vielversprechende Ansätze gegen einen Westfalenligisten. Und der Oberligist SV Schermbeck besiegte einen Ligakonkurrenten. Gegen die Reserve von Borussia Mönchengladbach folgte für den SVS zudem ein Achtungserfolg.

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Testspiele

TuS Ennepetal - SVS

1:2 (1:1)

Nach der Absage des VfL Senden bot sich der Ligakonkurrent TuS Ennepetal als Gegner an, weil er am Samstag zweimal mit unterschiedlichen Teams spielen wollte. Sowohl die Gastgeber als auch der SV Schermbeck stellten eine Mannschaft mit einem Oberliga-Gerüst, umgeben von Kickern, die wohl eher zum zweiten Glied gehören werden.

Sehenswerter Treffer zum 1:1

Die Gäste schafften es schnell, das Spiel an sich zu binden. „Wir hatten ungefähr 70 Prozent Ballbesitz,“ freute sich SVS-Trainer Sleiman Salha über die Dominanz seiner Elf. Dennoch gerieten die Schermbecker nach einer Ecke in der 26. Minute in Rückstand.

Das 1:1 durch Oguz Karagüzel war äußerst sehenswert: Der linke Verteidiger startete ein Solo über 25 Meter, und nach einem Doppelpass mit Bilal Özkara markierte er den Ausgleich (36.). Der SVS blieb im zweiten Durchgang die bessere Mannschaft. Özkara verwandelte neun Minuten vor dem Ende einen an Miles Grumann verursachten Elfmeter zum Siegtreffer.

B. M’gladbach U23 - SVS

1:0 (0:0)

Das Match galt als Test für ein mögliches Westfalenpokalfinale gegen Rödinghausen. Salha änderte dafür seine Taktik: „Ich habe auf ein weniger offensives 4-3-3-Sytem umgestellt.“ Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Der SVS war genau so oft am Ball wie die Jung-Borussen. Die Viererkette hielt dicht und ließ in der ersten Halbzeit keine Mönchengladbacher Torchancen zu. Allerdings notierte Salha auch keine Möglichkeit für sein Team.

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Die Gladbacher nutzten ihre erste Chance zum Siegtreffer. Einen Schermbecker Fehler im Spielaufbau bestrafte Christian Theoharous eiskalt. In den letzten 20 Minuten bestimmten die Gäste, bei denen Maik Habitz eine tolle Leistung zeigte, das Geschehen. Miles Grumann und Dominik Hanemann verpassten aber den Ausgleich. Salhas Fazit nach den beiden Tests fiel äußerst positiv aus: „Wir sind viel weiter, als wir es erwartet hatten. Die Mannschaft hat die taktischen Vorgaben verinnerlicht und zeigt nach zwei Wochen schon eine erstaunliche Stabilität.“

Schon am Montagabend bestreitet der SVS sein nächstes Testspiel. Um 19.30 Uhr ist die YEG Hassel zu Gast in der Volksbank-Arena.

RW Deuten - VfB Hüls

1:3 (1:0)

RW Deuten erwischte gegen den VfB Hüls einen starken Start. Es dauerte nur acht Minuten, ehe Thomas Swiatkowski die Gastgeber in Führung schoss. Die ersten 15 Minuten spielte der Westfalenliga-Aufsteiger den Bezirksligisten an die Wand. Danach aber drehte sich das Spiel. Während der VfB immer stärker wurde, ließ Deuten nach.

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Die Gastgeber probierten einige neue taktische Vorgaben aus. Unter anderem spielten sie in der Defensive mit einer Dreierkette. „Dass da noch nicht alles funktioniert, ist normal“, sagte Trainer Markus Falkenstein. „Es war der erwartet holprige Start nach fast fünf Monaten ohne Spiel.“ In der zweiten Halbzeit spiegelte sich die Deutener Leistung im Ergebnis wider. Dominik Ryszard Pereira (62.) und Dominik Grams per Elfmeter (64.) drehten das Spiel innerhalb weniger Sekunden. Yannikc Kayma erzielte den Endstand (88.).

RW Deuten - SSV Buer

1:1 (0:0)

Besser lief es, was das Ergebnis betraf, im zweiten Test gegen den Landesligisten SSV Buer. „Wir haben zusammengefasst zwei unterschiedliche Gesichter gezeigt“, so Falkenstein. Dass die Leistung gegen Buer aber besser war, war keine große Überraschung. Denn mit den neuen taktischen Vorgaben wirkte das Team bereits vertrauter. In der zweiten Halbzeit stellten Falkenstein und Swiatkowski erneut auf Dreierkette in der Defensive um. Deuten ließ nichts zu, stand sicher.

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Auch spielerisch wusste das Team in einigen Situationen zu gefallen. Hauptaugenmerk der Rot-Weißen liegt - wie auch unter Trainer Frank Frye - darauf, mit dem Ball den Gegner zu dominieren.

Julian Jürgensen brachte Buer zwar nach 61 Minuten in Führung, doch nur acht Minuten später schoss Mike Berger den Ausgleich. Berger hätte auch noch der Siegtreffer gelingen können. In der letzten Viertelstunde hatte Deuten drei gute Möglichkeiten. Erst scheiterte Berger im Eins-gegen-Eins an Buer-Torhüter Kevin van Holt, dann brachten Kieron Ihnen und Arthur Fell in einer Doppelchance den Ball nicht im Netz unter. Zum Schluss schoss Jonas Goeke seinen Mitspieler Robin Pötter vor dem Tor an.

Klaus Fischer war am Bahndamm zu Gast

Neben dem ordentlichen Spiel kamen zudem Fußball-Romantiker auf ihre Kosten. Mr. Fallrückzieher höchstpersönlich, Klaus Fischer, begleitete den SSV Buer nach Deuten und sah sich das Spiel an.

Testspiel

Erkenschwick - SV Hardt

1:0 (1:0)

Die Neuzugänge aus der Regional- und Oberliga verleihen dem Hardter Spiel deutlich mehr Stabilität und Sicherheit. Auch wenn die Gastgeber in der ersten Halbzeit mehr Chancen hatten und durch Justin Strahler (32.) verdient führten, machte der Abwehrverband einen sehr guten Eindruck. Im zweiten Durchgang wurde es auch offensiv besser.

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Die Gäste fanden nun im Mittelfeld viel besser in die Zweikämpfe. Keeper Stefan Schröder vereitelte zwar mit einer tollen Doppelparade das 0:1, doch anschließend lag der Hardter Ausgleich in der Luft. Alleine Alex Brefort hatte drei gute Chancen. Zudem verpassten Jan Luka Husmann, Lukas Diericks und Jannis Scheuch den Ausgleich. Trainer Stroetzel war dennoch zufrieden: „Das war eine sehr gute Leistung gegen eine Top-Mannschaft der Westfalenliga, die wir nicht verlieren mussten.“

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