Schermbecker Serie hält auch in Münster

Fußball

Der Schermbecker Höhenflug hält weiter an. Bei den Münsteraner Preußen landete die Schlebach-Elf einen in dieser Höhe sehr überraschenden 4:1-Erfolg.

SCHERMBECK

02.04.2017, 20:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Westfalenliga 1 Preußen Münster II - SVS 1:4 (0:3)

Der Trainer hatte sich doch noch für eine Fünfkette entschieden. Bevor diese aber überhaupt etwas zu tun bekam, wurde Marek Klimczok im Preußen-Strafraum gefoult. Den Elfmeter vergab aber Tuncay Turgut. Acht Minuten später gab es schon wieder einen Strafstoß für die Gäste, nachdem nun Marc Schröter gefoult worden war. Jannis Scheuch trat an und traf zur Führung (13.).

Münster biss sich, wie viele Mannschaften vorher auch schon, an dem SVS-Abwehrriegel die Zähne aus. Der Unterschied zu Schermbeck bestand am Sonntag darin, dass der SVS seine Chancen eiskalt nutzte. Beim 2:0 profitierte Marc Schröter von einem zu kurzen Rückpass eines Münsteraners in Richtung Tor. Die favorisierten Gastgeber hatten lediglich eine Möglichkeit, als sie einen Schuss an den Pfosten setzten (35.).

Die Schermbecker brauchten nun in der zweiten Halbzeit auch nicht offensiver zu spielen. Sie warteten ab, bis sie zu weiteren Konterchancen kamen. Acht Minuten waren gespielt, da jagte Marek Klimczok einen Freistoß aus 22 Metern zum 0:3 unhaltbar in die Maschen. Damit war die Partie natürlich entschieden, doch die Schermbecker ließen nicht locker. Nach sehr schöner Vorarbeit Patryk Niedzickis erhöhte Marc Schröter auf 0:4 (75.).

Kurz darauf musste der Torjäger aber vom Feld, denn er bekam die zweite gelbe Karte, Schlebach ärgerte sich sehr darüber, weil Schröter nur „Hintermann“ gerufen hätte: „Wir haben sieben gelbe Karten bekommen, die meisten für Nichtigkeiten.“ Schröter ist damit für den kommenden Sonntag gesperrt, seine neun gelben Karten bleiben laut Schlebach aber in der Statistik stehen.

Kevin Mule-Ewald verursachte in der 80. Minute mit einem hohen Bein einen Strafstoß, den Luca Steinfeldt zum 1:4 verwandelte.

Anschließend nahm Schlebach sowohl Mule-Ewald als auch Klimczok vom Feld. Er wollte nicht riskieren, dass diese noch eine gelbe Karte bekommen und damit für das Spiel gegen Hiltrup gesperrt wären. Mit dem Sieg hat der SVS zwar den Anschluss ans untere Mittelfeld geschafft, doch da auch Roxel gewann, hat sich im Abstiegskampf überhaupt nichts geändert.

SVS: Carpentier, Helling, Mule-Ewald ( 87. Wölfer) ), Niehoff, Klimczok (81. Niewerth), Schröter, Turgut, Vreven (68., Akyildiz) Scheuch, Niedzicki, Kissi.

Tore:  0:1 Scheuch (Foulelfmeter (13.), 0:2 Schröter (31., 0:3 Klimczok (53.), 0:4 Schröter (73.), 1:4 Steinfeldt (Foulefmeter, 80.).

Bes. Vork.: Gelb-rot gegen Schröter (75.).

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