Serie des SV Schermbeck ist gerissen

Fußball

Nach fünf Spielen ohne Niederlage hat es den SV Schermbeck wieder einmal erwischt. Das 3:5 gegen den TuS Hiltrup war so aber nicht nötig.

SCHERMBECK

09.04.2017, 21:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Westfalenliga 1 SV Schermbeck - TuS Hiltrup 3:5 (0:2)

Trainer Christoph Schlebach überraschte die Zuschauer in diesem wichtigen Spiel mit einer Fünferkette. Das hätte man von einer Heimmannschaft im Abstiegsduell nicht erwartet. Anders als in den Spielen gegen die Topmannschaften stand diese Kette aber alle andere als sicher. Das lag nicht nur daran, dass Enoch Wölfer einmal mehr seine Westfalenliga-Tauglichkeit nicht unter Beweis stellte. Auch wenn er der größte Unsicherheitsfaktor war, waren auch seine Kettenkameraden oft nicht auf der Höhe und ließen den Gegenspielern sehr viel Platz.

So hatten die Gäste keine Probleme, früh zu guten Chancen zu kommen, die Benjamin Carpentier aber allesamt vereitelte. Die einzige halbe SVS-Chance hatte Kevin Mule-Ewald, der den Ball aber über das Tor schoss. Den Foulelfmeter zum 0:1, den Manuel Beyer verwandelte, hatte Raphael Niehoff verursacht, als er Guglielmo Maddente fast an der Tourauslinie foulte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fiel das 0:2 durch Maddente, als die SVS-Abwehr den Ball nach einer Ecke nicht aus der Gefahrenzone bekam.

Mit dem 0:3 durch Phillipp Plöger (48.), ebenfalls nach einer Ecke, schien das Spiel entschieden. Doch Schlebach hatte nach der Pause die Fünferkette aufgelöst und mit Akyildiz einen offensiveren Mann gebracht. Das zeigte Wirkung, denn Akyildiz legte Marc Schröter das 1:3 auf. Zwei Minuten später besorgte Raphael Niehoff nach einem Freistoß das 2:3, das neue Hoffnung brachte.

Die war auch berechtigt. Nach einer Ecke kam es zu einem Gestochere im Hiltruper Strafraum, der Ball kam zu Schröter, der in der 70. Minute den Ausgleich erzielte. Hiltrup war sichtlich angeschlagen und der SVS drauf und dran, in Führung zu gehen.

Nachdem Schröter einen Ball mit voller Wucht ins Gesicht bekommen hatte, musste er angeschlagen vom Feld. Schlebach wollte nun auf einen Punkt spielen und brachte Kilian Niewerth. Der fabrizierte mit seiner ersten Aktion einen folgenschweren Fehler im Mittelfeld, während der SVS in der Vorwärtsbewegung war. Maddente tauchte beim Konter frei vor Carpentier auf und brachte den TuS erneut in Führung (85.). Zwei Minuten später besorgte Maddente dann auch noch das fünfte Gästetor.

SVS: Carpentier, Helling, Mule-Ewald, Niehoff, Klimczok, Schröter (83.Niewerth), Turgut, Vreven, Scheuch, Niedzicki (46. Akyildiz) Wölfer.

Tore: 0:1 Beyer (Foulelfmeter, 30.), 0:2 Maddente (45. + 2), 0:3 Plöger (48.), 1:1 Schröter (55.), 2:3 Niehoff (57.), 3:3 Schröter (70.), 3:4 Maddente (85.), 3:5 Maddente (87.).

Lesen Sie jetzt