So lief der zweite Spieltag für die BG Dorsten und den BSV Wulfen

rnBasketball

Doppelspieltag, Teil 1: Am Freitagabend musste die BG Dorsten in der 1. Regionalliga gegen den Deutzer TV ran, und der BSV Wulfen reiste zu den Hertener Löwen.

von Andreas Leistner, Ralf Weihrauch

Dorsten, Wulfen

, 20.09.2019, 22:39 Uhr / Lesedauer: 3 min

1. Regionalliga West

BG Dorsten - Deutzer TV

80:69 (40:27)

Die Gastgeber traten ohne Nderim Pelaj an, doch das war nicht weiter schlimm. Der Deutzer TV gehört nicht zu den ersten Adressen der Liga und kam am Freitagabend nie für einen Sieg in Frage.

Im Prinzip machten die Dorstener schon im ersten Viertel alles klar. Gegen die sehr starke Verteidigung fanden die Kölner nie ein Rezept. Neben vielen erzwungenen Fehlern machten die Gäste auch viele eigene und kamen nur auf 14 Punkte.

BG lebte von Adam Pickett

Die BG Dorsten lebte in diesem Viertel von Adam Pickett. Der hatte zwar mit Joachim Koschade einen nervigen Dauerbewacher und sah sich auch öfter einer Doppelbewachung gegenüber, doch ganz zu stoppen war der Amerikaner nicht. Wenn der Weg zum Korg versperrt war, warf er eben Dreier. Vier waren es bis zum 28:14 (10.)

Das Spiel der BG geriet ins Stocken, als Pickett und auch Gerrit Budde im zweiten Viertel mit drei Fouls erst einmal auf die Bank gingen. Die BG verteidigte zwar weiter gut, traf aber nicht mehr. Dank Jon Pedroso, der elf der 12 Dorstener Punkte warf, ging die BG aber dennoch mit einem 40:17 in die Pause.

Deutz verteidigte noch aggressiver

Die Gäste versuchten es nach dem Seitenwechsel mit einer noch aggressiveren Deckung. Resultat war das fünfte Mannschaftsfoul schon nach etwas mehr als drei Minuten. Die BG traf nun besser und verteidigte weiter exzellent, und das Viertel ging mit 21:14 an die Gastgeber.

Das 61:41 erlaubte es Franjo Lukenda, zu Beginn des Schlussabschnitts munter durchzuwechseln. Diesen Luxus bezahlte er zwar damit, dass Deutz auf 68:55 herankam, doch dann kamen wieder die Leistungsträger aufs Feld.

In der Schlussphase gingen den Deutzern etwas die Nerven durch, und sie bekamen technische und absichtliche Fouls. Die BG behielt aber die Ruhe, und es war zu verschmerzen, dass der Vorsprung etwas schmolz.

BG: Eromonsel (2), Sinnathamby, Penders (9/2), von Quenaudon (2), Schmidt (4/1), Köhler (6), Budde, Morlock (5/1), Pedros (21/2), Pickett (21/7), Peters (10/3), Altekruse.

Hertener Löwen - BSV Wulfen

91:78 (46:37)

Beide Mannschaften mussten auf wichtige Spieler verzichten. Bei Wulfen fehlte der erkrankte Hendrik Bellscheidt, die Löwen hatten geheim gehalten, dass Aufbauspieler Matthias Perl heiratete und verständlicherweise nicht zum Spiel kam.

Doch für die beiden sprangen auf beiden Seiten die Back-Ups in die Bresche, also jene Spieler, die ansonsten den eigentlichen Startern Verschnaufpausen geben sollen. Bei Herten avancierte Felix Fuhrmann mit 19 Punkten und drei Dreiern zum wichtigen Faktor, bei Wulfen mache Nils Peters mit 16 Zählern und zwei Dreiern ein bärenstarkes Spiel.

Löwen waren Herr im Haus

Insgesamt aber waren die Löwen in eigener alle am Freitag klar Herr im Haus. In der ersten Halbzeit entschieden sie die Rebound-Statistik mit 25:12 für sich. Wulfen ließ vor allem im zweiten Viertel zu viele Punkte in unmittelbarer Korbnähe liegen. Aus der 22:21-Führung nach dem ersten Viertel wurde so ein 37:46-Rückstand zur Halbzeitpause.

Im dritten Viertel lief dann bei den Gästen so gut wie gar nichts mehr zusammen. Ein umstrittenes Offensivfoul gegen Bryant Allen − sein drittes − tat ein Übriges, um den Wulfener Spielfluss zu brechen. Herten entschied diesen Durchgang mit 26:13 für sich, ging mit einer 72:50-Führung ins Schlussviertel − die Vorentscheidung.

Allen drehte im Schlussviertel auf

Da half es auch nichts mehr, dass Bryant Allen im Schlussviertel nahezu jeden seiner Dreier-Versuche traf und am Ende auf 23 Punkte und sieben Treffer von jenseits der 6,75-m-Linie kam. Herten fand auf alle Wulfener Aktionen stets die richtige Antwort.

Auch wenn die Wulfener Fans, die ihrem Team bis zur Schlusssirene lautstark den Rücken stärkten, mit mancher Schiedsrichterentscheidung haderten, erkannte Wulfens Vorsitzender Christoph Winck nach der Partie an: „Der Richtige hat gewonnen. Herten war heute einfach besser. Wir hätten hier heute anders auftreten müssen.“

BSV: Winck (10/2), Allen (23/7), Ajagbe (4), Terboven (2), Kleinert (6/2), Haucke (11), Vadder, van Buer, Piechotta (6/1), Peters (16/2).