So trotzten die Lembecker bei der „Nacht der Revanche“ dem Regen

rnRadsport

Das Land atmete auf. Doch für die „12. Nacht der Revanche“ war der Landregen, der am Samstagnachmittag einsetzte, natürlich Gift. Doch nicht nur deshalb geht sie in die Annalen ein.

Lembeck

, 07.07.2019 / Lesedauer: 3 min

„So ein Scheißwetter!“ Auch Organisator Michael Zurhausen nahm bei der Beschreibung der äußeren Umstände der zwölften Auflage der Lembecker „Nacht der Revanche“ kein Blatt vor den Mund. Wie sollte er auch? Der Dauerregen dünnte am Samstag nicht nur die Zahl der Zuschauer aus, er machte vor allem auch den Aktiven das Leben schwer.

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Nacht der Revanche Regen

Der 800 Meter lange Kurs rund um die St.-Laurentius-Kirche hat auch im trockenen Zustand seine heiklen Stellen. Doch bei Regen werden einige Stellen nicht nur Hobbyfahrern zum Verhängnis. „Lembeck ist speziell“, sagte deshalb auch Christian Grasmann, seines Zeichens einer der erfolgreichsten deutschen Bahnfahrer, im Interview nach dem Finale: „Da musst du jeden Gulli memorieren, sonst machst du ganz schnell den Abflug.“

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12. Nacht der Revanche in Lembeck

Die "12. Nacht der Revanche" in Lembeck lieferte am Samstag eine unliebsame Überraschung: Erstmals war das Radrennen im Lembecker Ortskern nahezu komplett verregnet.
07.07.2019
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12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke
12. Nacht der Revanche© Joachim Lücke

Im Rennen der Hobbyfahrer erwischte es zwei Fahrer, und auch der Niederländer Florian Smith stürzte im finalen Rennen der Elite-Fahrer auf der rutschig nassen Strecke.

Sechs Starter beim Knderrennen

Das Starterfeld des Kinderrennens hätte bei besserem Wetter wohl auch anders ausgesehen. Ganze sechs Fahrer gingen auf der Wulfener Straße an den Start. Der Applaus war so laut wie immer, doch natürlich hätten sich Organisatoren und Zuschauer schon ein größeres Starterfeld gewünscht.

Auch bei der Premiere des Frauen-Rennens gab es aufgrund der Witterung zwei Absagen. Die, die starteten, bewiesen aber eindrucksvoll, dass sie sie sich hinter den „Herren der Schöpfung“ nicht verstecken müssen. „Es war auf dem nassen Asphalt natürlich schon ein wenig knifflig“, sagte Esther Stockhofe vom Zens & Friends Racing Team. Doch Teamkollegin Sabrina Greiwe stellte klar: „Wir sind ja keine Mädchen ...“

Rundenzeiten wie bei den Profis

Im Rennen der Hobby-Männer ließ Marvin Hebenbrock aufhorchen. Der 22-Jährige setzte sich früh vom Feld ab und überrundete auf dem Weg zu seinem souveränen Sieg so manchen Konkurrenten. Rundenzeiten von 1:06 min hätten sich auch bei den Profis sehen lassen können, die später bei ihren Prämiensprints Zeiten um de 1:03 min hinlegten.

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Nacht der Revanche 2019 I

Im Finale der Elite-Fahrer boten die Profis dann zum Abschluss noch einmal alles, was ein Straßenrennen ausmacht. Zu Beginn der wegen des Regens auf 60 Runden verkürzten Jagd setzte mit Christian Grasmann einer der beiden Fahrer die Akzente, der seine Karriere mit der „12. Nacht der Revanche“ ausklingen ließ. Der andere, Leif Lampater, hatte zwar 800 Kilometer Anreise auf sich genommen, doch das Risiko eines Starts wollte er ohne Training und bei den widrigen Bedingungen nicht mehr auf sich nehmen. Ein Start mit dem E-Scooter beim Gästerennen − das war‘s für Lampater.

Bergspezialist siegt

Grasmann dagegen lag nach einem Viertel des Rennens vorn, überließ dann aber anderen den Vortritt. „Das Risiko, auf der nassen Strecke wegzurutschen, hat man doch nicht ganz aus dem Kopf bekommen“, räumte er nach dem Rennen ein. Zuvor hatte er von seinem Leben als Profi erzählt. Von bis zu 270 Reisetagen im Jahr von einem Rennen zum nächsten. Von seinem Sohn, dem er in den ersten beiden Lebensjahren viel zu wenig Zeit widmen konnte. Dass so ein Fahrer in seinem letzten Rennen nicht Vollgas fuhr, verstand jeder. Und so wurde der Weg frei für Helmut Trettwer, eigentlich Bergspezialist und zum ersten Mal in Lembeck dabei. Trotz des Regens bei seiner Premiere aber sicher nicht zum letzten Mal.“

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