Spielabbruch - jetzt sprechen die Vorstände

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Nach dem Spielabbruch der Partie zwischen dem TSV Marl-Hüls II und Blau-Weiß Wulfen III wegen eines vermeintlichen Faustschlags haben die Vorstände beider Clubs Kontakt miteinander gesucht.

Wulfen

, 12.11.2019, 13:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Ich habe mit Marls Vorsitzendem Udo Lichtenstein gesprochen. Wir sind uns einig, dass das alles blöd gelaufen ist“, erklärte Wulfens Vorsitzender Stefan Knieper am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion.

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Am Montag war den Wulfenern übel aufgestoßen, dass in einem Radiobericht von einer Schlägerei berichtet wurde, in die beide Mannschaften verwickelt gewesen seien. „Das war nicht der Fall. Wir wurden da in einen Topf geworfen, in den wir nicht gehören“, versicherte Knieper. Deshalb habe er bei dem Radiosender um Richtigstellung gebeten. Der Wulfener Vorstand veröffentlichte zudem eine entsprechende Erklärung auf seiner Homepage und via Facebook.

Lichtenstein bestätigt: „Keine Schlägerei“

TSV-Vorsitzender Udo Lichtenstein kann bestätigen, dass es keine Schlägerei gab. Er hat die erste Halbzeit der Partie am Sonntag vom Geschäftszimmer aus verfolgt, in der zweiten Halbzeit war er am Platz. „Den Schlag gegen den Wulfener Spieler habe ich nicht gesehen“, so der Vorsitzende. „Aber eins möchte ich klarstellen: Eine Schlägerei, wie am Montag teilweise berichtet wurde, hat es nicht gegeben.“

Bei den Hülsern soll es kurzfristig ein Gespräch mit dem Trainer der zweiten Mannschaft geben: „Wir werden das zunächst einmal intern vollständig aufarbeiten“, kündigt der Vorsitzende an, der fest mit einem „Nachspiel“ vor dem Kreissportgericht in Recklinghausen rechnet.

Trainer sah es anders

Charif Houssein, Trainer des TSV Marl-Hüls II, hatte am Sonntag erklärt, die unübersichtliche Situation sei möglicherweise auch anders zu lösen gewesen: „Hätte der Schiedsrichter 30 Sekunden gewartet, hätten sich alle beruhigt“, sagte Houssein. „Er hat aber zehn Sekunden nach dem Foul abgebrochen.“

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Eine Schilderung, die die Wulfener nicht nachvollziehen können. „Unser Spieler ist mit erhobenen Armen vom Platz gegangen“, erklärte Stefan Knieper. Währenddessen habe es massive Beleidigungen vonseiten einiger Marler gegeben. „Und das“, so Knieper, „haben wir auch auf einem Handyvideo.“

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