Kein Protest nach Spielabsage - doch der Frust beim FC Rot-Weiss Dorsten ist groß

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Der FC Rot-Weiss Dorsten wird wegen der Spielabsage bei Fenerbahce Istanbul Marl keinen Protest einlegen. Allerdings mit der sprichwörtlichen Faust in der Tasche.

Dorsten

, 09.12.2019, 14:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Noch am Sonntagabend nahm Stefan Cremer Kontakt mit Franz-Josef Humme auf. Der Vorsitzende des FC Rot-Weiss Dorsten wollte vom Staffelleiter wissen, welche Handhabe sein Verein gegen die Absage des Kreisliga-A-Spiels bei Fenerbahce Istanbul Marl habe. Die Antwort gefiel Cremer gar nicht.

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„Ein Protest hat im Grunde keine Aussicht auf Erfolg, weil es sich bei der Absage des Spiels um eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters handelt“, erklärte der FC-Vorsitzende am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. Daher werde Rot-Weiss auf einen Einspruch verzichten. Der Frust der Dorstener wird dadurch aber eher noch gesteigert.

Kein Vorwurf an den Kreis

„Dem Kreis mache ich keinen Vorwurf. Er kann seinem Schiedsrichter nicht in den Rücken fallen. Da gibt es ja sowieso schon große Engpässe“, sagte Cremer, „aber seitens des Vereins ist das ein absoluter Witz. Bespielbar ist der Platz von Istanbul ja eigentlich nie. Aber auf Bildern, die mir die Spieler geschickt haben, sieht er aus wie immer. Wenn man dann hört, dass Marl nicht genug Leute zum Spielen gehabt habe, dann ist das schon sehr, sehr ärgerlich.“

Neben dem Kader der Ersten – „Die Jungs haben ‚ne richtige Krawatte“ (Cremer) – sei auch die zweite Mannschaft von der Absage betroffen gewesen: „Ein Akteur der Zweiten war in deren Spiel nach der ersten Halbzeit ausgewechselt worden, damit er in der Ersten aushelfen konnte. Und dann so was!“

Neuansetzung erst im Februar

Nachdem der FC auf einen Protest verzichtet, hat Franz-Josef Humme die Partie neu angesetzt. Allerdings nicht mehr für dieses Jahr. Spieltermin ist der 9. Februar – mit demselben Schiedsrichter.

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