Schermbecks Youngster trumpfen auf

rnFußball: der Spieltags-Kommentar

„Jung, talentiert, trifft...“ heißt es derzeit beim Oberligisten SV Schermbeck. Das und was sonst noch am aktuellen Spieltag geschah, kommentiert Sportredakteur Andreas Leistner.

Schermbeck, Dorsten, Raesfeld

, 04.11.2019, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberliga Westfalen

Jahre, ja fast Jahrzehnte lang, hat der SV Schermbeck es versäumt, sich um einen vernünftigen Unterbau für seine erste Mannschaft zu kümmern. So stieg die zweite Mannschaft von der Bezirksliga bis in die B-Liga ab, und erst vor einigen Jahren besann sich der SVS-Vorstand eines Besseren. Auch, weil viele Talente aus der eigenen A-Jugend den Weg zu anderen vereinen suchten, da sie beim SVS den direkten Sprung in die Erste verpassten, gleichzeitig aber nicht in der B-Liga kicken wollten.

Diese Zeiten sind zum Glück für den SVS vorbei. Die zweite Mannschaft ist unter Sleiman Salha zu einer echten Alternative für junge Talente geworden, und die Erste profitiert bereits von diesem Pool an frischem Blut. Henning-Paul Jacoby ließ bereits in Meinerzhagen aufhorchen, jetzt schoss Miles Grumann die Schermbecker gegen Erndtebrück zum Sieg. So muss es weitergehen. Auch wenn Sleiman Salha und die zweite Mannschaft dadurch im Kampf um die A-Liga-Meisterschaft ausgebremst werden.

Landesliga 4

Ein Lebenszeichen hat der SV Dorsten-Hardt gesendet. Durch den Sieg in Heiden sind die Hardter wieder im Geschäft. Allerdings bleibt es dabei: Wenn die Stroetzel-Elf defensiv nicht sicherer wird, wird sie bis zum Saisonende zittern müssen. 36 Gegentore haben die Hardter in zwölf Spielen kassiert. Satte drei im Schnitt. Dagegen kann kein Sturm auf Dauer anspielen.

Der SV Rot-Weiß Deuten hat unterdessen eine Chance vertan, noch stärker in den Kampf um die Tabellenspitze einzusteigen. Bei einem Sieg in Altenrheine wäre die Frye-Elf bis auf drei Punkte an Spitzenreiter Werne dran gewesen. Doch das 0:1 von Sonntag zeigt, dass die Bäume am Bahndamm (noch) nicht in den Himmel wachsen. Müssen sie aber auch gar nicht. Deuten liegt weiterhin klar über dem Soll. Träumen? Ist erlaubt, geht aber meist nach hinten los.

Kreisliga A 1 RE

Muss man dem VfL ramsdorf schon gratulieren? Nein, noch hat der Tabellenführer viele schwere Spiele vor sich, in denen er noch viele federn lassen kann. Trotzdem ist das Sieben-Punkte-Polster des VfL schon eine Hausnummer. Aus dem Dreikampf an der Spitze ist ein Fünfkampf um Platz zwei geworden. Selbst der SC Blau-Weiß Wulfen ist hier wieder im Geschäft. Und wer weiß schon, ob nicht einige Wochen vor Saisonende wieder irgendeine Relegations-Wirrung dazu führt, dass eben jener Platz zwei wieder hochinteressant wird? Für Spannung ist so in dieser Staffel auf jeden Fall gesorgt.

Frauen-Westfalenliga

Der SSV Rhade kann Westfalenliga. Punkt.

Lesen Sie jetzt