Sprungmann übersteht die "Grüne Hölle"

Motorsport

Über 200 000 Fans fanden sich am Wochenende rund um die Nürburgring-Nordschleife in der Eifel ein, um das größte Rennspektakel der Welt live zu erleben. Die 40. Auflage des 24-Stunden-Rennens war auch für Oliver Sprungmann wieder ein Highlight mit Höhen und Tiefen - und mit einem Happy End.

DORSTEN

von Von Jessica Klein

, 23.05.2012, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>Oliver Sprungmann (r.) mit seinen Teamkollegen. <p></p> Karsten Klein</p>

<p>Oliver Sprungmann (r.) mit seinen Teamkollegen. <p></p> Karsten Klein</p>

Sprungmann, der mit einem Gas-angetriebenen Ford Fiesta des Kölner OVR Racing Teams an den Start ging, war im Vorfeld schon ein wenig nervös. Während der Trainingseinheiten und im Qualifying lief es zwar grundsätzlich gut, jedoch machten dem Team Ölprobleme am Rennfiesta zu schaffen. Mit gemischten Gefühlen begann für Sprungmann am Samstag das Rennen. Von Startplatz 162 aus ging es bei optimalen Wetterbedingungen mit Sonnenschein los - auf eine 24 Stunden lange Reise durch die "Grüne Hölle". Schon in den ersten Runden kam es bei vielen der insgesamt 169 Rennwagen zu Kollisionen. "Ich hatte den Eindruck, dass noch nie so aggressiv gefahren worden ist. Auch die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Fahrzeugen waren selten so groß", sagt Sprungmann. Im dritten Stint passierte Teamkollege Volker Lange dann das, was niemand gebrauchen konnte: Der Fiesta kollidierte mit einem Porsche und wurde so mit der rechten Fahrzeugseite in die Leitplanke gedrückt. Das bedeutete für das Team eine Menge Arbeit und zwei Stunden Standzeit. "Danach lief der Renner wieder. Allerdings hatten wir im Anschluss noch zwei Folgeschäden, so dass der Ölkühler und später auch noch der Gastank getauscht werden mussten" erzählt Sprungmann - und schwärmt von seinem Mechaniker-Team: "Der Fiesta sah zwar erbärmlich geflickt aus, aber lief bis zur Zielflagge perfekt." Fazit des Wochenendes: 110. Gesamtplatz und ein zweiter Rang in der Klasse der alternativen Treibstoffe. Das Team ließ die Sektkorken knallen und beendete den Tag am Grill - bevor es dann zur Siegerehrung ging, um den verdienten Pokal abzuholen. "Allerdings wollte ich dann nur noch nach Hause. Wenig Schlaf, Aufregung, 1000 km Nordschleife und Schwerstarbeit für den Körper. Aber die Zielankunft entschädigt das alles", sagt Sprungmann. Erfolgreich verlief auch das Rennen Titelverteidigers der Rundstrecken-Challenge im Rahmenprogramm des Wochenendes. Der Dorstener Guido Schuchert erreichte mit seinem BMW M3 den zweiten Platz der seriennahen Fahrzeuge in seiner Hubraumklasse, was einen starken elften Gesamtrang bedeutete.

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