DFB-Pokal: SSV Rhade verpasst die Sensation

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Die Frauen des SSV Rhade haben die Sensation verpasst. In der ersten Runde des DFB-Pokals haben sie sich gegen Borussia Bocholt aber sehr gut verkauft.

27.09.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

DFB-Pokal, 1. Runde

SSV Rhade - Borussia Bocholt

0:1 (0:1)

Je höher das Niveau, desto entscheidender werden die Fehler. Im ersten DFB-Pokalspiel ihrer Abteilungs-Geschichte leisteten sich die Frauen des SSV Rhade am Samstag gegen den Zweitligisten Borussia Bocholt genau einen, und der führte zum Tor des Tages. Bocholts Jette Ter Horst startete genau im richtigen Augenblick in die Tiefe, nahm einen maßgenauen Steilpass auf und ließ Rhades Keeperin Jennifer Radüchel eiskalt aussteigen (9.).

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SSV Rhade - Borussia Bocholt

In der ersten Runde des DFB-Pokals lieferten die Frauen des SSV Rhade dem Zweitligisten Borussia Bocholt einen großen Kampf. Am Ende etzte sich der Favorit nur knapp mit 1:0 durch.
27.09.2020
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SSV Rhade - Borussia Bocholt 0:1 (0:1)© Joachim Lücke
SSV Rhade - Borussia Bocholt 0:1 (0:1)© Joachim Lücke
SSV Rhade - Borussia Bocholt 0:1 (0:1)© Joachim Lücke
SSV Rhade - Borussia Bocholt 0:1 (0:1)© Joachim Lücke
SSV Rhade - Borussia Bocholt 0:1 (0:1)© Joachim Lücke
SSV Rhade - Borussia Bocholt 0:1 (0:1)© Joachim Lücke
SSV Rhade - Borussia Bocholt 0:1 (0:1)© Joachim Lücke
SSV Rhade - Borussia Bocholt 0:1 (0:1)© Joachim Lücke
SSV Rhade - Borussia Bocholt 0:1 (0:1)© Joachim Lücke
SSV Rhade - Borussia Bocholt 0:1 (0:1)© Joachim Lücke

Danach? Hatten die Rhader die Gäste eigentlich gut im Griff und ließen in der ersten Halbzeit keine nennenswerten Chancen mehr zu. „In den ersten 20 Minuten hat Bocholt mächtig Tempo gemacht, aber danach waren wir gleichwertig“, and auch Rhades Trainer Dirk Bessler. In der Schlussphase der ersten Halbzeit hatte seine Mannschaft sogar beste Chancen zum Ausgleich. Doch bei einem 18-Meter-Freistoß von Franziska Schonebeck parierte Bocholts Keeperin Vanessa Fischer glänzend (37.), und kurz danach verzog Frauke van der Aßen etwas überhastet aus halbrechter Position (39.).

Halbzeit zwei lieferte zunächst wenig klare Chancen. Die beste vergaben die Gäste ach einer guten Stunde (62.), doch dann schien das Pendel zu Gunsten der Rhaderinnen auszuschlagen: Bocholts Vanessa Martini sah wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (67.), und der fällige Freistoß brachte Rhade die nächste Großchance. Wie in der ersten Halbzeit fand Franziska Schonebeck aber erneut in Vanessa Fischer ihre Meisterin (68.).

In Überzahl dränte Rhade in der Folgezeit natürlich auf den Ausgleich. Das Problem blieb aber der Abschluss. Rhade kam einfach nicht zum Abschluss,. Entweder, weil das letzte Zuspiel in die Spitze zu ungenau war oder weil die Stürmerinnen zu uneigennützig stets den Pass auf die Mitspielerinnen statt den eigenen Abschluss suchten.

Dirk Bessler war nach dem Schlusspfiff natürlich enttäuscht: „Wenn man so knapp dran ist, ist das natürlich bitter.“ Er blickte aber schon nach vorne: „Bocholt hat am Anfang Druck gemacht, danach haben wir aber gut mitgehalten. Wir müssen uns jetzt auf die nächsten Aufgaben konzentrieren. Nächste Woche gegen Wiedenbrück werden wir vor einer ganz anderen Aufgabe stehen, da müssen wir wieder das Spiel machen.“

Bessler Bocholter Trainerkollege Samy Messalkhi erklärte: „Dass es hier in Rhade ein schweres Spiel werden würde, war uns vorher klar. Wir haben ja in der Vergangenheit schon Testspiele gegen den SSV absolviert und wussten, dass das Team sehr diszipliniert spielt. Wir haben heute aber sehr wenig zugelassen. Rhade hattte zudem den Vorteil, dass es schon im Ligabetrieb aktiv ist. Das hat man heute gemerkt.“

SSV: Radüchel; Grosser (90.+2 Youel), Sagolla, Ehler (83. Sicking), van Kampen, Leifeld, Portius, van der Aßen (64. Gosling), Karbe, Wewers, Schonebeck.

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