Stark wie nie beim CHIO

Gahlen Zum ganz großen Coup hat es für Jessica Kürten in Aachen nicht gereicht. Ein Fehler am Wassergraben im ersten Umlauf des Großen Preises hat ihr und Meike am Sonntag alle Siegchancen genommen. Am Samstag landete sie aber einen tollen Sieg mit Quibell.

08.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Große Preis machte seinem Namen als eines der schwersten Springen der Welt alle Ehre. Nicht wenige Reiter der Weltspitze, darunter Meredith Michaels-Beerbaum, kamen nicht in den zweiten Umlauf. Meike sprang sehr gut, nur am Wassergraben fehlte dem Paar die nötig Distanz.

Im zweiten Umlauf ging es für Kürten darum, sich so weit wie möglich nach vorne zu reiten. Der zweite Auftritt mit Meike war allerdings alles andere als flüssig. Schon an der dreifachen Kombination hatte Kürten große Mühe, ihr Pferd unfallfrei über die Hürden zu bringen. Am letzten Hindernis gab es dann doch noch einen Fehler. Hinzu kam noch ein Fehlerpunkt für eine Zeitüberschreitung.

Mit neun Strafpunkten hatte Jessica Kürten mit den vorderen Plätzen nichts mehr zu tun. Am Ende blieb ihr der 16. Platz. Den Sieg sicherte sich Beezie Madden (USA), die als einzige im Stechen fehlerfrei blieb. Auf Platz zwei landete Roger Yves Bost aus Frankreich vor dem Marler Christian Ahlmann, der auf Cöster im Stechen zwei Fehler einfuhr.

Im Preis der AachenMünchener lieferte Kürten sich am Samstag einen spannenden Zweikampf mit Ludger Beerbaum. Im ersten Umlauf blieb sie mit Quibell in einem schnellen Ritt ohne Fehler.

Der zweite Umlauf war ganz auf Schnelligkeit gebaut. Solche Aufbauten passen der Irin bekanntermaßen sehr gut ins Konzept. Sie ritt in sehr hoher Geschwindigkeit über die Hindernisse, doch es war ihr nicht schnell genug: «Ich musste Quibell vor dem drittletzten Hindernis noch einmal einen Tritt geben, damit sie noch schneller wird.»

Acht Hundertstel

Das war auch dringend notwendig, denn nach ihr kamen noch einig starke Paare. So war die Amerikanerin Beezie Madden nur 31 Hundertstelsekunden langsamer als die Schermbeckerin. Noch enger wurde es bei Ludger Beerbaum der mit Enorm ebenfalls mit enormer Geschwindigkeit über die Hindernisse fegte. Die Uhr blieb bei 47,99 Sekunden stehen und damit war er nur acht Hundertstelsekunden langsamer als Kürten. Bei so einem langsamen Kurs ist das so gut wie gar nichts, doch es reichte für Kürten, um den Siegerscheck von 16.500 Euro mit nach Hause nehmen zu können. Am Samstagabend gab es für Kürten und ihren Vivaldo noch einen schönen dritten Platz in der Jagdspringprüfung.

Trotz des vielleicht etwas enttäuschenden Abschlusses gestern war es eine gute Woche für Jessica Kürten. Der zweite Platz im Preis von Europa, ein vierter im Preis von NRW und der Sieg am Samstag sind ein Ergebnis, mit dem die Gahlenerin zufrieden war: «Ich war in Aachen noch nie so gut wie in dieser Woche. Die Pferde haben sich nun eine Pause verdient und ich werde erst wieder in Estoril reiten.» weih

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