SV Dorsten-Hardt will nicht von Corona profitieren

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Sollte es in dieser Saison wegen Corona keine Absteiger geben, könnte der SV Hardt sogar von der Krise profitieren. Doch das ist im Verein kein Thema, sagt Vorsitzender Michael Richter.

von Armin Dille

Hardt

, 30.03.2020, 12:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie in vielen anderen Sportvereinen sind auch die Fußballer des SV Dorsten-Hardt verunsichert aufgrund der ungeklärten Perspektiven mit Blick auf einen möglichen weiteren Saisonverlauf. Mit Michael Richter, dem 1. Vorsitzenden des SV Hardt, sprach unser Mitarbeiter Armin Dille.

Michael Richter, würde die Saison jetzt abgebrochen und die derzeitige Tabelle in die Wertung genommen, wäre die 1. Mannschaft des SV Hardt als Tabellenvierzehnter aus der Landesliga abgestiegen. Wie gehen Sie mit dieser eventuellen Situation um?

Damit beschäftigen wir uns im Moment noch gar nicht. Es werden zur Zeit etliche Szenarien im Verband diskutiert. Darunter die Möglichkeit, dass es nur Aufsteiger und keine Absteiger bei Aufstockung der Ligen geben könnte. Für uns wäre es aber wichtiger, wenn wir den Klassenerhalt in der Landesliga sportlich erfolgreich entscheiden könnten.

Michael Richter, Vorsitzender des SV Dorsten-Hardt

Michael Richter will mit dem SV Dorsten-Hardt wenn eben möglich auf sportlichem Weg die Landesliga halten. © Armin Dille

Und wenn das nicht klappen sollte?

Dann haken wir das als Betriebsunfall ab und werden versuchen, sofort wieder aufzusteigen.

Wie sieht es mit den Personalplanungen für die kommende Saison aus?

Entsprechende Gespräche laufen sehr gut. Sportliche Leitung und Trainer haben sich aber geeinigt, derzeit keine Wasserstandsmeldungen abzugeben. Wenn alles unter Dach und Fach ist, werden wir den respektive die Kader bekanntgeben.

Sie haben mit Martin Stroetzel und Tunahan Terzi für die erste Mannschaft und Thomas Kreuz für die zweite Mannschaft bereits früh Trainerentscheidungen für die neue Saison getroffen.

„Einen Abstieg würden wir als Betriebsunfall abhaken und dann versuchen, sofort wieder aufzusteigen.“
Michael Richter

Wir sind mit den Trainern und Mannschaften gut aufgestellt. Martin und Tunahan fühlen sich auf der Hardt richtig wohl und sportliche Leitung und Vorstand sind sich sicher, dass sie den Bock umstoßen werden. Und das Gespräch, um Thomas als Trainer für die „Zweite“ zu gewinnen, hat gerade mal fünf Minuten gedauert. Er freut sich auf die Aufgabe, auch mit aus der A-Jugend kommenden jungen Spielern, die es vielleicht nicht in den Landesliga-Kader schaffen, etwas aufzubauen.

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Niemand weiß im Moment, wie lange die Spielpause dauern wird. Und wenn die Saison zu Ende gespielt wird, kommen da nicht Probleme zum Beispiel bei unter der Woche angesetzten Spielen auf die Vereine zu?

Die Fahrten zu Auswärtsspielen unter der Woche werden aus beruflichen Gründen für einige Spieler sicher schwierig. Aber wir haben die weiten Fahrten ja schon hinter uns, der Rest verteilt sich auf das Münsterland.

Es bleibt jedoch abzuwarten, wie verletzungsanfällig die Spieler sind, wenn englische Wochen anstehen. Wenn unsere Stammkräfte der ersten Mannschaft verletzungsfrei alle an Bord bleiben, sehe ich bei einem Kader von 15 Spielern keine Probleme. Zudem hat unsere „Erste“ individuelle Trainingspläne mitbekommen, um sich in der Spielpause fit zu halten.

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Ihr primärer Wunsch bleibt somit, die Saison aus sportlichen Aspekten - wenn möglich - regulär zu Ende zu spielen?

Auf jeden Fall, dann gibt es kein Gerede. Aber die Leute beim Verband, die die letztendliche Entscheidung zu treffen haben, sind nicht zu beneiden.

Herr Richter, wir danken für das Gespräch.

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