SV Schermbeck gerät früh auf die Verliererstraße

Fußball

Der SV Schermbeck ist am Sonntag bei Spitzenreiter Haltern viel zu spät wach geworden. So lag er nach einer sehr passiven ersten Hälfte schon 0:2 hinten.

SCHERMBECK

07.05.2017, 21:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Westfalenliga 1 TuS Haltern - SV Schermbeck 3:0 (2:0)

Der frühe Rückstand fiel etwas unglücklich. Cedric Vennemann schoss aufs Schermbecker Tor, traf einen Abwehrspieler und der Ball landete dann vor den Füßen Stefan Oerterers. Der Top-Torjäger ließ sich diese dicke Chance nicht entgehen.

Dieser Treffer wirkte aber wieder einmal lähmend auf die Schlebach-Elf. Mit einer sehr demütigen Körpersprache, die keinen Optimismus ausstrahlte, hielten sich die Gäste in den meisten Situationen im Hintergrund. Die wenigen Angriffsaktionen blieben schon im Ansatz stecken, meist verloren die Schermbecker relativ einfach schon früh im Mittelfeld den Ball.

Haltern spielte keinen Zauberfußball, beherrschte aber deutlich das Spiel. Richtig gute Torchancen sprangen aber selten dabei heraus. Benjamin Carpentier machte im SVS-Tor eine gute Figur, und oft nutzten die Gastgeber ihre freien Räume nicht zum Abschluss.

Das 2:0 fiel daher sehr überraschend. Deniz Batman kam in der 31. Minute 20 Meter vor dem Tor an den Ball. Da sich kein SVS-Abwehrspieler für ihn verantwortlich fühlte und ihm kein Schermbecker im Weg stand, jagte er den Ball aufs Tor und die Kugel flatterte unhaltbar rechts ins Tor.

Nach der Pause trat der SV Schermbeck deutlich mutiger und deutlich aktiver auf. Das lag sicher nicht daran, dass sich der Spitzenreiter auf dem 2:0 auszuruhen schien. Marc Schröters Schuss von halbrechts verfehlte knapp den zweiten Pfosten. Kurz darauf knöpfte Oerterer Benedikt Helling den Ball ab, doch Carpentier gewann das Duell gegen den alleine auf ihn zulaufenden Stürmer.

Danach lag der Schermbecker Anschlusstreffer in der Luft. Nach einer Ecke wehrte ein TuS-Verteidiger einen Kopfball Jannis Scheuchs auf der Linie ab. In der 61. Minute wehrte der TuS-Schlussmann Marcel Müller einen Schröter-Schuss nach vorne ab, Patryk Niedzicki bekam den Ball aber nicht unter Kontrolle. Auch Marek Klimczok hatte kein Glück. Seinen platzierten Schuss ins untere rechte Eck hielt Müller mit einer Glanzparade.

Die Halterner hatten zwar einige Kontermnöglichkeiten, spielten diese aber nicht so aus, wie man es von einem Tabellenführer erwarten könnte. So scheiterte Oerterer einmal mehr alleine an Carpentier. Das dritte TuS-Tor hatte nur noch statistischen Wert, war aber trotzdem schön. Lukas Opiola traf mit einem Strahl unten rechts in die Ecke.

SVS: Carpentier; Helling (86. Ihnen), Mule-Ewald, Klimczok, Schröter, Turgut, Scheuch, Akyildiz (78. Bönighausen), Niedzicki (64.), Kissi, Niewerth.

Tore: 1:0 Oerterer (6.), 2:0 Batman (31.), 3:0 Opiola (90.).

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