SV Schermbeck ist bereit für den Liga-Start

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Eine Woche vor dem ersten Punktspiel des Jahres zeigte sich Oberligist SV Schermbeck in guter Verfassung. Auch die heimischen Landesligisten erzielten gute Ergebnisse.

von Andreas Leistner, Armin Dille

Schermbeck, Dorsten

, 02.02.2020, 18:25 Uhr / Lesedauer: 3 min

Testspiele

1. FC Kleve - SV Schermbeck

1:2 (1:1)

Im dritten versuch hat es geklappt: Mit dem 2:1 beim 1. FC Kleve hat der SV Schermbeck hat einen Test gegen einen Oberligisten vom Niederrhein gewonnen. Zuvor hatte der SVS gegen Bocholt und Kray jeweils verloren.

Trainer Thomas Falkowski war aber nicht nur deshalb nach dem Spiel gut gelaunt: „Das war ein sehr guter letzter Test. Wir sind bereit für den Liga-Start gegen Holzwickede und freuen uns darauf. In dieser Woche werden wir jetzt im Training den Feinschliff vornehmen.“

Turan erzielte das 1:0

Allzu grobes Werkzeug muss der Schermbecker dabei nicht einsetzen. In Kleve präsentierte sich sein Team bereits in guter Verfassung. Gökhan Turans Treffer zum 1:0 für die Gäste war nach einer halben Stunde hochverdient (30.).

Doch fünf Minuten später musste sich Thomas Falkowski dann doch ärgern: „Da haben wir im Defensiv-Verbund versucht, eine Situation spielerisch zu lösen“, beschrieb der Schermbecker Trainer die Entstehungsgeschichte des Klever Treffers zum 1:1. Die Gastgeber eroberten den Ball, kamen zur Flanke und zum Torschuss (35.). „Da erwarte ich einfach einen einfach Ball raus aus der Gefahrenzone“, erklärte Thomas Falkowski.

Schon kurz nach dem Seitenwechsel rückte sein Team die Verhältnisse aber wieder gerade. Als Kleves Keeper einen Schuss von Raphael Niehoff nicht festhalten konnte, war Michael Smykacz zur Stelle und brachte den Ball in Abstaubermanier über die Linie (52.).

Schermbeck hatte danach noch weitere Chancen. Ein dritter Treffer der Gäste, bei denen Bilal Özkara und Marek Klimczok nicht dabei waren, wollte nicht mehr fallen. Dafür ließ die Hintermannschaft aber auch keine nennenswerte Klever Chance mehr zu.

SSV Buer - RW Deuten

1:1 (0:0)

„Wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert. Da ist das 1:1 nicht ganz das, was unterm Strich verdient gewesen wäre“, erklärte der Deutener Trainer. Frye sah „guten Kombinationsfußball“ seiner Mannschaft. Das Problem: „Wir haben uns dafür nicht belohnt, weil der letzte Pass fehlte. Wir haben teilweise sehr guten Kombinationsfußball gezeigt und uns aussichtsreiche Situationen erspielt. Nur beim Abschluss haperte es einfach.“ So wechselten beide Teams torlos die Seiten.

Nach einer guten Stunde machten die Gäste aus ihrer Überlegenheit dann doch noch Zählbares. Thomas Swiatkowski erzielte den längst überfälligen Führungstreffer (61.). Doch das sollte nicht reichen. Eine Minute vor dem Ende gelang Buer noch der Ausgleich zum 1:1 (89.).

“Auf einem guten Weg“

Zwei Wochen vor dem ersten Meisterschaftsspiel bei Westfalia Gemen sah Frank Frye (Foto) sein Team auf einem guten Weg: „Natürlich gibt es immer noch Dinge, die man verbessern kann.“ Deutens Trainer nannte hier vor allem das Umschaltspiel und das Gegenpressing nach Ballverlusten.

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Insgesamt war Frye aber nicht unzufrieden: „14 Tage vor dem ersten Pflichtspiel möchte man natürlich an einem Punkt sein, an dem die Wunschformation steht. Davon sind wir leider noch etwas entfernt. Aber nicht, weil wir schlecht gespielt hätten, sondern weil in den Tests immer einige Leute gefehlt haben. Die, die heute in Buer dabei waren, haben ihre Sache sehr gut gemacht.“

SV Hardt - VfL Rhede

2:1 (0:1)

Reichlich angesäuert zeigte sich der Hardter Trainer Martin Stroetzel über die späte Rote Karte gegen Jan Luka Husmann: „Das war richtig krass in einem fairen Testspiel. Der Sieg geht aber in Ordnung, wir hatten viele klare Chancen. Und ich habe meiner Elf in der Pause gesagt, dass wir gewinnen werden.“ Husmann bekam nach einem Wortgefecht mit seinem Gegenspieler in Minute 89 den roten Karton Präsentiert, nachdem der Unparteiische zwar laut Stroetzel die Beleidigung durch seinen Gegner geflissentlich überhört, aber dafür um so genauer bei Husmanns Antwort hingehört hatte. Da wäre wirklich mehr Fingerspitzengefühl gefragt gewesen.

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Die Gäste aus Rhede machten vom Start weg reichlich Druck. Nachdem der Treffer von Jannis Scheuch wegen Abseitsstellung aberkannt wurde (15.) kam der starke Hendrik Bromkamp nach dem Pass von Husmann im gegnerischen Strafraum einen Schritt zu spät (22.). Nach einem Konter musste Rhedes Florian Girnth nur den Fuß hinhalten, um zum 1:0 für die Gäste aus kurzer Distanz zu vollstrecken, Stefan Schröder im Hardter Tor war chancenlos (27.). Mit der Rheder 1:0-.Führung wurden die Seiten gewechselt.

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Nach einem Pass von Husmann klärte der gegnerische Torsteher den Kopfball von Bromkamp, danach den Nachsetzer von Alex Brefort, der nach dem anschließenden Eckball noch zwei Mal im VfL-Keeper seinen Meister fand (50.). Die Hardter störten nun früher den gegnerischen Spielaufbau und kreierten so Fehler. Fein auf die Reise geschickt wurde dann Bromkamp, dessen Schuss der VfL-Torwart zwar klärte, aber bei Bromkamps Nachschuss zum 1:1-Ausgleich machtlos war (63.). Rhede blieb zwar über Konter gefährlich, kam aber kaum noch zum Abschluss gegen eine umsichtige Hardter Abwehr um Leon Einhaus. Eine Hereingabe Bromkamps von rechts nach einem Konter fand dann den Weg zum 2:1-Endstand ins Rheder Tor (72.). Und dann gab‘s noch die überflüssige Rote Karte.

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