Der SV Dorsten-Hardt setzt ein Zeichen

Fussball

Landesligist SV Dorsten-Hardt hat vor dem letzten Spiel des Jahres ein zeichen gesetzt, dass er den Kampf um den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben hat.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck, Dorsten

, 07.12.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 3 min
Der SV Dorsten-Hardt setzt ein Zeichen

Patrick Rudolph (M.) ist beim SV Schermbeck wieder mit von der Partie. © Joachim Lücke

Oberliga Westfalen

SV Schermbeck - SC Paderborn II

So. 14.30 Uhr, Volksbank-Arena, Im Trog 52, 46514 Schermbeck.

Die Insolvenz von Westfalia Herne war ein weiteres Thema, das die Oberliga in dieser Woche beschäftigt hat. SVS-Trainer Thomas Falkowski wollte sich aber zu dieser Sache nicht großartig äußern: „Vielmehr unterstreicht das doch nur, wie gut unser Vorstand haushaltet.“ Am Wochenende wird sich herausstellen, ob sich der SVS für die Rückserie mit einem Herner Spieler verstärkt.

Vorerst steht aber die Partie am Sonntag gegen Paderborn im Mittelpunkt des Interesses. Die U23 des Bundesligisten wird mit einem anderen Kader antreten als gegen Wiedenbrück. Spieler wie Khiry Shelton werden mit der Profimannschaft zu Werder Bremen reisen. Allerdings wird die Qualität der Gäste trotzdem hoch genug sein, weiß Thomas Falkowski: „Die jungen Spieler sind talentiert, schnell und taktisch sowie technisch hervorragend geschult.“

Angemessene Robustheit

Dem werden die Schermbecker mit der angemessenen Portion Robustheit entgegentreten. Die Gastgeber können nämlich am Sonntag fast in Bestbesetzung antreten. Dominik Hanemann sitzt zwar seine fünfte gelbe Karte ab, ansonsten sind aber alle Spieler an Bord – so auch Patrick Rudolph, der im Zentrum schmerzlich vermisst wurde, und sein Bruder Kevin, dessen Freistöße schon viele Spiele entschieden haben.

Daher geht der Schermbecker Trainer auch sehr optimistisch in die Partie: „Wir wollen auf unserem heimischen Rasen gewinnen und in der Tabelle ein paar Plätze gut machen.“

Landesliga 4

SV Dorsten-Hardt - Westfalia Gemen

So. 14.30 Uhr, Auto-Köpper-Sportpark, Storchsbaumstr. 59, 46282 Dorrten.

Der SV Dorsten-Hardt hat schon jetzt die Weichen für die kommende Saison gestellt und den Vertrag mit Trainer Martin Stroetzel und seinem Stab verlängert. Das kann das richtige Zeichen für das wichtige Match gegen Westfalia Gemen sein. RW Deuten hat den SV Herbern zu Gast.

Die Vertragsverlängerung vor der Winterpause ist das richtige Zeichen an Mannschaft und Fans, dass man sich auf der Hardt mit der derzeitigen Situation nicht zufrieden geben will. Der letzte Tabellenplatz in der Landesliga ist auch keineswegs der Zustand, den Martin Stroetzel hinterlassen will: „So will ich den Verein nicht verlassen. In der Rückrunde wollen wir den Klassenerhalt schaffen und dann im Sommer den Neuaufbau anpeilen.“ Schon in der kommenden Woche sollen an der Storchsbaumstraße neue Spieler vorgestellt werden, mit denen der Trainer ab dem Februar das Feld von hinten aufrollen kann.

Verbesserte Personallage

Gegen die Westfalia aus Gemen muss aber noch die alte Belegschaft ran. Die hat gegenüber der letzten Woche noch einmal numerisch zugelegt. Benedik Jansen hat seine Sperre abgesessen und auch Hendrik Bromkamp ist mit dabei. Zudem hat Leon Einhaus seine Mitwirkung zugesagt. Dafür gefehlt allerdings Alex Buda, der in Herbern die rote Karte gesehen hat.

Diese Partie war laut Stroetzel symptomatisch für die gesamte Saison: „Wir waren drauf und dran, einen Punkt oder mehr zu holen. Am Ende war es dann die Kraft und der Willen, die den Ausschlag zugunsten Herberns gegeben haben.“

Noch ist aber nicht alles verloren. Ein Sieg am Sonntag gegen Westfalia Gemen würde das untere Tabellendrittel enger zusammenrücken lassen. Stroetzel weiß: „Die anderen Mannschaften haben auch die gleichen Probleme wie wir, nur ab und zu den einen oder anderen Punkt mehr geholt.“

RW Deuten - SV Herbern

So. 14.30 Uhr, SA Am Bahndamm, Weseler Str. 327, 46286 Dorsten.

Auch wenn die Deutener am letzten Sonntag einen Punkt in Senden abgegeben haben, sind sie weiter im Titelrennen. Nach dem Sieg von Kinderhaus in Mesum beträgt der Abstand zu den ersten beiden Plätzen nur vier Punkte. Mit dem SV Herbern kommt der Tabellenfünfte an den Bahndamm, der nur drei Punkte weniger auf dem Konto hat als die Gastgeber.

Im Hinspiel holten die Deutener nur ein 1:1, und Trainer Frank Frye war damals mächtig angesäuert, weil seine Mannschaft eine Menge Chancen liegengelassen hatte. Auf dem heimischen Geläuf sind die Rot-Weißen aber eine Macht, und alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung. Und zumindest Mesum steht in Ahaus vor einem sehr schweren Auswärtsspiel, in dem ein Sieg nicht beschlossene Sache ist.

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