Sportlicher Karneval? So „feiern“ Dorstens Fußballer die tollen Tage

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Liegt das karnevalistische Epizentrum auch bei uns eher am Niederrhein statt in Westfalen? Fast möchte man es meinen, wenn man sieht, was die heimischen Fußballer am Wochenende so treiben.

Dorsten, Schermbeck, Raesfeld

, 21.02.2020, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mannschaftsparty mit Verkleidungszwang? Die gab es am Freitagabend nur beim TuS Gahlen. „Die Jungs haben da was organisiert und auch andere Mannschaften aus dem Verein eingeladen“, berichtete Trainer Thomas Grefen, der natürlich auch verkleidet kam.

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So weit geht sein Trainerkollege Sleiman Salha nicht. Doch auch beim SV Schermbeck II war am Karnevalsfreitag Mannschaftsabend mit Verkleidung angesagt. „Wenn ich da aber als Pink Panther auflaufe, nehmen mich die Jungs hinterher vielleicht nicht mehr ernst“, sagte Salha.

Donnerstag war trainingsfrei

Derlei Bedenken hat Dirk Bessler nicht. Denn bei seinen Westfalenliga-Damen hat der Trainer des SSV Rhade das Karnevalsvirus nur sporadisch ausgemacht: „Da ist eigentlich nur eine, die richtig rausgeht.“ Der andere Karnevalist: Bessler selbst. „Weiberfastnacht bin ich auch raus gewesen“, erzählt er.

Deshalb war am Donnerstag trainingsfrei. Ansonsten herrscht bei den Rhaderinnen „business as usual“, am Sonntag bestreiten sie sogar ein Testspiel in Nottuln – um 11 Uhr morgens.

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Auf derlei Ansetzungen hat Andreas Ostgathe, Spielertrainer des TSV Raesfeld, lieber verzichtet: „Donnerstags sind die Jungs im Zelt, samstags auch. Da macht ein Testspiel nicht viel Sinn. Montag laufen dann viele beim Raesfelder Rosenmontagszug mit. Sie sollen das Wochenende einfach genießen.“

Das sieht auch Wulfens Trainer Daniel Schikora so: „Donnerstag haben einige beim Training gefehlt, aber das ist ganz in Ordnung so.“

Training statt Testspiel

Ein paar Ligen höher sieht Schermbecks Trainer Thomas Falkowski das naturgemäß anders. Bis Donnerstagmittag versuchte der Oberligist noch, einen Testspielgegner zu finden. Vergeblich. „Deshalb werden wir jetzt am Sonntag trainieren“, sagt Falkowski.

Für ihn selbst wäre das Karnevals-Wochenende aber auch so kein freies gewesen. „Als Trainer habe ich nie frei“, erklärt er. Am Samstag wird er sich nämlich das Nachholspiel zwischen Holzwickede und den Sportfreunden Siegen anschauen, um die Gegner zu studieren. Helau!

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