SVS geht am Weiher baden

Schermbeck Mit einer 2:3-Niederlage im Gepäck trat der SV Schermbeck gestern die Heimreise vom Hülser Badeweiher an. Angesichts der Temperaturen wäre wohl so mancher Akteur gern hineingesprungen.

15.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Testspiel

VfB Hüls - SV Schermbeck

3:2 (0:1)

SVS-Trainer Martin Stroetzel nannte dann auch die schwüle Hitze als einen der Gründe dafür, dass das Spiel seiner Elf noch zu wünschen übrig ließ. Als Entschuldigung ließ er sie aber natürlich nicht gelten, schließlich hatten auch die Gastgeber unter den gleichen Bedingungen zu leiden.

Nachdem der VfB recht stürmisch begonnen hatte, hatten die Schermbecker das Spiel in den ersten 45 Minuten zunehmend im Griff. Vieles lief über die rechte Seite, wo Pascal Herzog viel für den Spielaufbau tat.

Nicht von ungefähr erzielte Herzog auch die Schermbecker Führung (30.). Nachdem Rainer Hackenfort (Foto) im Angriff zuvor dreimal am Hülser Keeper gescheitert war, verwandelte Herzog die anschließende Ecke von Alex Kaul mit viel Risiko und etwas Glück von der Strafraumgrenze zum 1:0.

Die Führung entsprach zur Pause durchaus den Kräfteverhältnissen und unmittelbar nach Wiederanpfiff hatte der SVS sogar die Chance zur Vorentscheidung. Doch Hackenfort legte Benedikt Jansens schöne Hereingabe noch einmal quer zu Alex Kaul, der schließlich abgeblockt wurde (46.).

Entscheidender für die Wende zu Ungunsten der Schermbecker waren jedoch weniger Probleme im Angriff als vielmehr in der Abwehr. Die Viererkette des SVS schwamm nach der Pause wiederholt bedenklich. Schon in der ersten Halbzeit hatte der SVS bei hohen Bällen oft schlecht ausgesehen, doch jetzt gesellten sich zunehmend Stellungsfehler hinzu. Vor dem 1:1 standen gleich drei Hülser Stürmer auf der linken Seite frei vorm Tor (55.). Vier Minuten später ließ sich der SVS durch einen schnell ausgeführten Freistoß übertölpeln und es hieß 2:1 (59.). Beim 3:1 hatte der Hülser Daniel Bergmannshof schließlich am Fünfmeterraum ebenfalls alle Zeit der Welt (64.).

Die Ordnung im Schermbecker Spiel war angesichts schwindender Kräfte längst dahin. Beim 3:2 zeigte der SVS noch einmal, wie einfach es sein kann: Flanke Jansen - Kopfball Hackenfort - Tor. Doch das war auch alles, was dem SVS noch gelang.

Martin Stroetzel nahm die Niederlage trotzdem nicht allzu schwer: "Das war heute sicher zu wenig. Aber vielleicht war´s ganz gut so. Die Umstellung nach der Pause hat nicht funktioniert, da war unsere Viererkette oft durcheinander. Einige werden sich jetzt auch durchaus was anhören dürfen ..." Große Sorgen bereitete ihm der Auftritt am Badeweiher jedoch nicht: "Wenn wir die Positionen personell richtig besetzen, werden wir auch Ordnung im Spiel haben." al

Statistik

SVS: Schröder; Nawatzki, Konowski (70. Talaga), Hahn (46. Esper), Pas. Herzog, Nachtwey (85. Amagschai), Schwering (46. Jansen), Karabaycak (46. Esper), Kaul, Bendig (70. Zepanski), Hackenfort.

Tore: 0:1 Herzog (30.); 1:1 Planhof (55.); 2:1 Kaca (59.); 3:1 Bergmannshof (64.); 3:2 Hackenfort (88.).

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