Talina Loreis Mut wird belohnt

Reiten

Talina Lorei aus Schermbeck hat sich am Wochenende bei der Verdiana, dem großen Breitensportfestival der Reitszene, gleich in zwei Disziplinen sehr erfolgreich präsentiert.

von Horst Lehr

, 31.08.2016, 14:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Talina Lorei mit ihrem Pony Obelix (r.) und dem Hannoveraner Akuna Matata.

Talina Lorei mit ihrem Pony Obelix (r.) und dem Hannoveraner Akuna Matata.

In Verden an der Aller wurden dem Publikum in einem bunten Programm verschiedene Rassen und Reitweisen mit vielfältigen Wettbewerben vorgestellt. Bei der Working Equitation, einer Wettkampfdisziplin, die auf der südeuropäischen Arbeitsreitweise basiert, war Lorei am Samstag mit ihrem Pony Obelix und dem Hannoveraner Akuna Matata am Start.

Nach sechs anstrengenden Prüfungen, die bei großer Hitze geritten wurden, belegte Lorei mit Obelix Platz eins und Rang zwei mit Akuna Matata. Dieser Erfolg ebnete der Schermbeckerin auch den Weg ins abendliche Showprogramm, denn der Veranstalter lud sie ein, in der Working-Equitation-Vorführung mitzureiten.

Neues Terrain

Erstmalig ausgeschrieben war bei der Veranstaltung auch die Deutschen Meisterschaft der Klassisch-Barocken Reiterei. Diese besondere Form der Reitkunst wird auch heute noch in der Spanischen Hofreitschule in Wien gepflegt. Hier wagte sich Lorei mit Obelix auf ein völlig neues Terrain. Sie bewältigte zuerst zwei schwierige Qualifikationsrunden mit Auszeichnung und war damit eine von nur sechs Teilnehmern, die zur abschließenden Finalrunde zugelassen wurden.

Im großen Finale galt es, eine selbst zusammengestellte Kür mit Musik zu präsentieren, zu der Lektionen wie fliegende Galoppwechsel, Piaffen, Passagen und Pirouetten gehörten.

Alles auf eine Karte

Bisher wurden Ponys auf Turnieren mit so hohem Niveau eher selten vorgestellt und Lorei war sich vor dem Start der Konkurrenz von ausdrucksstarken spanischen Pferden und Friesen, die für diese versammelten Lektionen besser geeignet sind, sehr wohl bewusst. Deshalb entschied die mutige Reiterin, alles auf eine Karte zu setzten und die gesamte Prüfung im höchsten Schwierigkeitsgrad einhändig zu reiten.

Obelix zeigte sich von seiner besten Seite, nahm alle Hilfen aufmerksam an und als die beiden auch noch eine schwierige Kapriole zeigten, gab es großen Applaus vom fachkundigen Publikum. Am Ende landeten Lorei und Obelix auf dem vierten Platz und wurden zum „Meister der Herzen“ gekürt. „Mein Obelix hat einfach toll mitgearbeitet“, freute sich Lorei.

Viel Lob

Für diesen starken Auftritt gab es auch besonderen Zuspruch der Wettkampfrichter. So lobte Richard Hinrichs, einer der bekanntesten Klassisch-Reiter Deutschlands, die Kür, weil sie komplett einhändig geritten wurde. Besonders hob er die Kapriole hervor, die einer der schwersten Schulsprünge ist. Hier springt das Pferd mit allen Vieren in die Luft und schlägt nach hinten aus.

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