Terdenge trainiert in Wulfen

Ex-Nationalspieler

Prominenter Gast beim BSV Wulfen: Am Dienstagabend trainierte der ehemalige deutsche Nationalspieler Gerrit Terdenge beim Basketball-Zweitligisten mit. Ob sich aus dem Gastspiel eine Verpflichtung entwickelt, ist derzeit noch völlig offen.

WULFEN

von Von Tobias Nordmann

, 09.05.2012, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gerrit Terdenge, hier für die AstroStars aus Bochum auf dem Pakett, zeigte sich beim Try-Out des BSV Wulfen.

Gerrit Terdenge, hier für die AstroStars aus Bochum auf dem Pakett, zeigte sich beim Try-Out des BSV Wulfen.

"Aber natürlich können wir uns immer etwas vorstellen, wenn ein Spieler bei uns im Try-Out ist", sagte BSV-Sprecher Markus Holtrichter. Der 82-fache Auswahlspieler hatte seine Karriere vor gut einem Jahr bei den Wohnbau-Baskets Essen eigentlich beendet, ehe er in der Rückrunde der abgelaufenen Saison für die AstroStars Bochum in der 1. Regionalliga spielte.Training nur zum Fit halten "Ich war erstmal nur beim Training in Wulfen, um mich fit zu halten, denn ich will in der nächsten Saison noch spielen", sagte Terdenge im Gespräch mit unserer Zeitung. Etwas konkreter wird Markus Holtrichter: "Das Interesse an einer möglichen Verpflichtung ist vorhanden." Das gilt im Übrigen auch für Johannes Hülsmann und Jan Letailleur (beide FC Schalke 04) sowie Attila Göknil (UBC Münster), die sich am Dienstag ebenfalls beim sogenannten "Open Gym" präsentierten. Mit allen vier Kandidaten wollen die Verantwortlichen in den kommenden Tagen Gespräche führen. "Diese seien aber völlig ergebnisoffen." Bereits einen Schritt weiter sei der BSV in den Verhandlungen mit den Spielern aus dem aktuellen Kader. "Ich denke, wir können in Kürze bei einigen Vollzug melden", sagt Holtrichter. Für eine mögliche Verpflichtung von Terdenge und Co. gibt es aber zwei wichtige Kriterien."Überschaubare Möglichkeiten" Zum einen dürfe ein Transfer nicht die finanziellen Rahmenbedingungen des Vereins sprengen. "Wir haben in Wulfen nur überschaubare Möglichkeiten", so Holtrichter. Und zum anderen will der BSV genau prüfen, für welche Positionen deutsche Spieler verpflichtet und welche Kaderplätze mit Importspielern besetzt werden. Bei allen Transfers habe der Verein das Gesamtpaket der künftigen Mannschaft im Auge, sagt Holtrichter.

Terdenge selbst fühlt sich bereit, noch einmal in der 1. oder 2. Bundesliga anzugreifen. "In der ersten Liga aber natürlich nicht mehr als Spieler, der 30 Minuten auf dem Parkett steht. Sondern eher als einer, der einspringt und mit seiner Routine weiterhilft." Doch der 37-jährige Center weiß um den Aufwand, den ein "Comeback" in den höchsten Spielklassen mit sich bringt. "Da musst du viel Zeit investieren", sagt Terdenge, der derzeit in Düsseldorf eine Umschulung zum Heilpraktiker macht.Weiter Weg zum Training

Eine mögliche Schranke für ein Engagement in Wulfen könne der weite Weg zum regelmäßigen Training von der Landeshauptstadt nach Dorsten sein. BSV-Trainer Heimo Förster hat sich nach eigenen Angaben noch gar nicht mit einer möglichen Verpflichtung Terdenges beschäftigt. "Natürlich ist ein ehemaliger Nationalspieler immer interessant, aber ich weiß ja gar nicht, wie er sich körperlich so fühlt..."

Kommende Woche findet das nächste Try-Out statt. Erneut sind Spieler eingeladen, die höherklassig gespielt haben. Namen wurden noch nicht genannt.

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