Tobi Voss ist Weltmeister

Kampfsport

Tobias Voss hat seine Kickbox-Karriere mit dem Gewinn des Weltmeistertitels der Deutschen Kampfkunst-Organisation (DKKO) gekrönt und gleichzeitig beendet. Bei der Fight Night seines Stammvereins, der Workers Hall Dorsten, holte sich Voss den Titel am Samstagabend in der Juliushalle gegen den Karlsruher Daniel Dörrer.

DORSTEN

von Von Andreas Leistner

, 24.10.2015, 23:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tobi Voss ist Weltmeister

Tobias Voss (l.) holte den ersehnten WM-Titel für die Dorstener Workers Hall.

Dörrer musste nach zwei Runden aufgeben, weil eine alte Schienbeinverletzung wieder aufgebrochen war. Kurz vor Voss' Triumph hatte sich Joel Banaschewski von der Workers Hall bereits den Deutschen Meistertitel gesichert.

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Fight Night der Workers Hall Dorsten

Ausverkaufte Halle, dazu ein Weltmeister- und ein Deutscher Meistertitel für die eigenen Kämpfer – die Dorstener Workers Hall durfte mit ihrer Fight Night am Samstag in der Juliushalle rundum zufrieden sein. i-Tüpfelchen des Abends war natürlich der lang ersehnte erste WM-Titel im Kickboxen, den Tobias Voss für seinen Heimatverein im Schwergewicht bis 91 kg gegen den Karlsruher Daniel Dörrer holte.
25.10.2015
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© Joachim Lücke
Bald nicht mehr nur für die Fight Night zu Gast in Dorsten: Tobi Voss (M.) kehrt zurück zur Workers Hall.© Foto: Joachim Lücke
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Schlagworte Dorsten, Tobias Voss

„Eine alte Schienbein-Verletzung ist aufgebrochen. Es geht nicht mehr. Glückwunsch Tobi! Danke dir und danke Dorsten für diesen Kampf!“, machte es Dörrer im Interview nach dem WM-Kampf kurz.

Pfiffe? Oder Proteste? Blieben aus, und das wohl zu Recht. Denn schon beim Wiegen am Freitag waren Dörrers gezeichnete Schienbeine den Beobachtern ins Auge gesprungen und in seiner Kabine lagen am Samstag blutgetränkte Verbände. „Das hat ja schon während des Kampfes durchgesuppt“, berichtete Kai Tschallener von der Workers Hall, der unmittelbar am Ring gesessen hatte, und Tobias Voss‘ Trainer Sebastian Louven ergänzte: „Daniel ist mit dem Bein fünf-, sechsmal in Tobis Konter geraten. Irgendwann ging es dann einfach nicht mehr. Und wer nicht weitermachen kann, muss eben ausfgeben.“

Die Freude im Dorstener Lager über den ersehnten WM-Titel war deshalb nicht im geringsten getrübt. „Riesen Respekt vor Daniel“, bedankte sich Tobi Voss noch im Ring: „Ich bin froh und stolz, dass ich noch einmal gegen ihn kämpfen durfte“, meinte er nach dem letzten Kampf seiner Kickbox-Karriere (siehe Artikel links) und schüttelte in der Halle noch Hände, als Daniel Dörrer schon wieder im Auto saß und sich auf den Heimweg machte.

Banaschewski ging Tempo

Neben Tobias Voss durften am Samstagabend auch andere Kämpfer der Workers Hall jubeln, allen voran Joel Banaschewski. Der 20-Jährige kämpfte gegen Ekrem Bal aus Herne um den Deutschen Meistertitel und beide Kämpfer legten dermaßen hohes Tempo vor, dass nicht nur Ringrichter Dirk Schwarz, zugleich Präsident der Deutschen Kampf-Kunst-Organisation, um deren Titel es an diesem Abend ging, schwärmte: „Das war bislang der beste Kampf des Abends.“ Und das mit dem besseren Ende für den Dorstener Lokalmatadoren. Zwei der drei Wertungsrichter sahen Banaschewski vorn, der damit den Gürtel des Deutschen Meisters umschnallen durfte, während Emrek Bal das Urteil kaum fassen konnte.

Reichweite nicht genutzt

Klar war die Angelegenheit indessen beim dritten Titelkampf mit Dorstener Beteiligung. Schwergewichtler Marcel Hesker hatte gegen Roni Donkor vom Reibro Gym aus Lohmar klare Größen- und damit auch Reichweitenvorteile. Doch als Donkor mit seinen 1,78 m gegen den 1,97-m-Mann Hesker ein einziges Mal wirkungsvoll durchkam, da bedeutete das nach der dritten Runde das Aus. Hesker blieb auch in der Pause benommen und seine Trainer zogen die einzig richtige Konsequenz und gaben auf.

Doch das sollte am Samstag fast der einzige kleine Wermutstropfen in der Bilanz der Workers Hall bleiben, in der der ersehnte WM-Titel natürlich alles überstrahlte.

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