Triple-Sieger: TC Deuten schreibt Geschichte und macht es Bayern München nach

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Die U18 des TC Deuten schaffte das Triple. Dabei mussten die Deutenerinnen auf zwei Stammspielerinnen verzichten – und gewannen das U18-Turnier mit einer 12- und einer 14-Jährigen.

von Jan-Henning Janowitz

Deuten

, 24.08.2020, 14:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Sparkasse-Vest-Nachwuchsteam des TC Deuten hat nach 2018 in Halle und 2019 in Waltrop am Samstag zum dritten Mal hintereinander die Westfälische U18-Meisterschaft gewonnen. Der Sieg in Dortmund war historisch. Noch nie in der Geschichte des Westfälischen Tennisverbandes gelang es einem Club, drei Jahre in Serie den Titel in der Königsklasse zu gewinnen. Für den TC Deuten ist es quasi das Triple. WTV-Vizepräsidentin Gerti Straub hielt ihr Versprechen und teilte bei der Siegerehrung mit, dass der Pokal nun für immer an der Deutener Birkenallee bleiben darf.

Deuten musste beim Finale gegen TuRa Elsen auf seine Stammspielerinnen Deborah Muratovic und Louisa Völz verzichten. Für sie brachte Mannschaftsführer Jan-Henning Janowitz mit Hannah Eifert (14) und Eva Bennemann (12) die mit Abstand jüngsten Spielerinnen, die je bei einem Finale in der Startformation standen. Die Gegnerinnen witterten ihre große Chance auf eine Überraschung und legten sich mächtig ins Zeug.

Die Jüngste im Bunde kämpfte tapfer

In der ersten Einzelrunde sicherte Anna Beßer (2) mit einem hauchdünnen Sieg im Match-Tie-Break gegen Jasmina Abdou einen Punkt, während sich die tapfer kämpfende Eva Bennemann (4) gegen die vier Jahre ältere Carla Padberg mit 9:11 im Match-Tie-Break geschlagen geben musste.

Pauline Hirt (1) gewann zwar in zwei Sätzen gegen Emma Rehermann, das Ergebnis war jedoch knapp und Hirt hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn die fulminant aufspielende Rehermann den Platz als Siegerin verlassen hätte.

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Über jeden Zweifel erhaben war nur das Spiel von Hannah Eifert (3). Die 14-Jährige zog ihrer Gegnerin Mandy Barth (LK 1), die in der Rangliste noch deutlich vor Eifert steht, mit knallharten Schlägen den Ball dermaßen durch die Nase, dass nicht nur Barth sondern auch den Fans auf der Tribüne schwindelig wurde. Mit 3:1 ging Deuten in die Doppel.

Im Ergebnis ein deutlicher Gesamtsieg

Pauline Hirt (18), die nach dem Finale ihre beeindruckende Jugendkarriere beendete, verschlief zusammen mit Eva Bennemann zwar den Start, zeigte aber in Satz zwei und drei enorme Führungsqualitäten, die auch Bennemann viel Sicherheit und Selbstbewusstsein verliehen. Die älteste und jüngste Spielerin der Mannschaft gewannen Satz zwei und den Match-Tie-Break deutlich, Hannah Eifert zog zusammen mit Anna Beßer im ersten Doppel erneut eine Show der Extraklasse ab und sicherte den 5:1-Gesamtsieg.

TC Deuten bewies Mut

Turnierleiterin Margret Ehritt lobte bei der Siegerehrung den Deutener Mut, zwei sehr junge Spielerinnen in einem Finale um den wichtigsten Jugend-Mannschaftstitel im Verband von Anfang an zu bringen. „Das Endergebnis wird den engen Matches nur bedingt gerecht, aber der Titelgewinn von Deuten ist trotzdem absolut verdient“, resümierte Ehritt.

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Dem hatten die Deutener Spielerinnen und ihre zahlreich mitgereisten Fans nichts mehr hinzuzufügen und brachten am Abend stolz den ehemaligen Wanderpokal in sein nun dauerhaftes Zuhause an der Birkenallee.

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