Tristesse am Wittenbrink

BW Wulfen

Keine zwei Monate ist es her, dass sich ganz Wulfen in den Armen lag. Euphorisch feierte das Dorf den Aufstieg seiner Fußballmannschaft in die Bezirksliga, 2500 Zuschauern waren dabei. Drei Wochen vor Saisonstart herrscht nun Tristesse statt Euphorie am Wittenbrink.

Wulfen

von Niklas Berkel

, 24.07.2017, 20:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tristesse am Wittenbrink

Niko Tautz (r.) und BW Wulfen steht eine schwere Saison bevor. Die Vorbereitung läuft nicht gut.

Bis auf den verletzten Dominik Hofmann, der von Hardt nach Wulfen wechselte, konnten der Sportliche Leiter Meik Tregel und Trainer Dete Albers (kl. Foto) keine externen Neuzugänge an den Wittenbrink lotsen. Abgänge von Stützen wie Daniel Klöckner (Pause) oder Aydin Nagel (BW Wulfen II) konnten noch nicht aufgefangen werden.

Das Stadtmeisterschaftsspiel gegen den SV Schermbeck ging zweistellig mit 0:11 verloren; ein Test gegen den A-Kreisligisten SF Lowick mit 1:6. Auch wenn noch nicht alle Mann an Bord waren, zeigt Wulfens Vorbereitung: Der Mannschaft steht viel Arbeit und eine anstrengende Spielzeit bevor, wenn es mit dem Ziel Klassenerhalt klappen soll.

Offensiv gut aufgestellt

Offensiv sind die Blau-Weißen gut aufgestellt. Stanislav Ziegler, Danny Lützner, Niko Tautz und Nico Genieser haben allesamt ihr Format für die Bezirksliga in der Aufstiegssaison unter Beweis gestellt.

Defensiv drückt aber noch gewaltig der Schuh. Marcel Klemens verletzungsbedingter Ausfall auf unbestimmte Zeit ist nicht die einzige Problemzone. Auch das zeigten die beiden Testpleiten gegen Schermbeck und Lowick.

Klöckner hinterlässt Lücke

Die Pause von Abräumer Klöckner hinterlässt doch deutlichere Spuren als erwartet. Auch Aydin Nagel hat auf der Außenbahn trotz seines für einen Fußballer fortgeschrittenen Alters noch immer Top-Leistungen abgerufen.

Abhilfe hätte die Verpflichtung von Westfalenliga-Innenverteidiger Kevin Ewald geschafft. Nachdem der SVS jedoch den Trainer wechselte, zog auch Ewald seine Zusage in Wulfen zurück und blieb zur Enttäuschung der Wulfener Verantwortlichen doch in Schermbeck.

Interne Lösungen

Die freien Kaderplätze versuchen Tregel und Albers mit Leuten aus den eigenen Reihen zu füllen. So wurden Jonas Südbeck, Tobias Maag, Dennis Hübner und Daniel Burger aus der zweiten und dritten Mannschaft hochgezogen. Dazu präsentieren sich Albers mit Jan Goroll und Robin Rehrmann zwei A-Jugendspieler.

Der Sprung in die Bezirksliga könnte sich für die Kreisliga- und A-Jugendspieler aber möglicherweise noch als zu hoch erweisen. Das weiß auch Trainer Albers: "Wir haben ein paar Neue dabei. Denen fehlt aber noch das Niveau für die Bezirksliga."

"Wenn alle da sind, sind wir konkurrenzfähig", ist der Coach überzeugt. Er fügt aber hinzu: "Fallen ein paar aus, dann wird es kommende Saison schwierig." Niklas Berkel

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