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TV Rhade blickt zurück und nach vorn

Tennis

40 Jahre TV Rhade. Das nutzten Mitglieder und Freunde des Vereins am Sonntag zu einer stimmungsvollen Jubiläumsfeier auf der Anlage am Dahlenkamp. Zwischen Hüpfburg und Meisterschaftsspiel, Grillwurst und Sekt verband Vorsitzender Wolfgang Droberg dabei den Blick auf den eigenen Verein mit einem auf den gesamten Tennissport in Deutschland.

09.05.2017 / Lesedauer: 3 min
TV Rhade blickt zurück und nach vorn

Rhades Tennisspieler haben in diesem Jahr gleich mehrfach Grund zum Feiern. Am Sonntag stand erst einmal das 40-jährige Bestehen des eigenen Vereins an, im Juni folgen dann „800 Jahre Rhade“ und vielleicht findet der ein oder andere ja sogar noch den Weg ins Nachbardorf zu „1000 Jahre Lembeck“

In seiner kleinen Festansprache erinnerte Droberg an die Aufbruchstimmung der Gründerjahre des TVR: „Damals, Ende der 70er Jahre, war noch nicht mal der erste eigene Platz auf unserer Anlage fertig und wir hatten trotzdem schon 285 Mitglieder.“

Später, als der deutsche Tennissport Zugpferde wie Boris Becker, Steffi Graf oder Michael Stich hatte, stieg die Zahl der Rhader Tennisspieler auf über 400 an. „Doch dieser Boom ist lange vorbei“, berichtet Wolfgang Droberg. Heute hat der Verein dieselben Probleme wie viele andere auch und ist auf 182 Mitglieder abgesackt.

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40 Jahre TV Rhade

Mit einem bunten Programm von der Hüpfburg bis zum Meisterschaftsspiel seiner Herren 40 feierte der TV Rhade am Sonntag sein 40-jähriges Bestehen.
09.05.2017
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© Ralf Pieper
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© Andreas Leistner
Schlagworte Dorsten

Fehlende deutsche Stars und infolgedessen gesunkene Medienpräsenz macht der Rhader Vorsitzende dafür verantwortlich, aber auch allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen: „Die Ansprüche der Menschen haben sich verändert. Der Sport ohne Vereinszugehörigkeit ist attraktiver geworden und gleichzeitig sind immer weniger Leute bereit, sich ehrenamtlich einzubringen.“

Kein Trübsalblasen

Von Trübsalblasen war Wolfgang Droberg am Sonntag aber weit entfernt, und das nicht nur, weil es ein Festtag war, an dem gefeiert werden sollte. Der TV Rhade hat unter seiner Regie Gegenmaßnahmen ergriffen, um neue Mitglieder zu gewinnen. Der Verein arbeitet mit den Rhader Kindergärten zusammen und ist im Offenen Ganztag der Grundschulen aktiv, um dort Kinder für den Tennissport zu begeistern.

Im Nachwuchsbereich kooperieren die Rhader zudem mit den Vereinen aus Lembeck und Deuten. „Wir sind auf einem guten Weg“, erklärte Wolfgang Droberg. Doch er weiß, dass es damit nicht getan ist. Deshalb kümmert sich der TV Rhade auch sorgsam um Neueinsteiger im Seniorenbereich. „Wir haben ein Paten-Programm, bei dem sich die langjährigen Mitglieder um die Neuen kümmern, um sie an den Verein zu binden“, berichtete der Vorsitzende. Mit einer Spielerbörse werden zudem Trainingsspiele vermittelt.

Sponsoren und Helfer

„Trotzdem“, so Droberg: „gibt es zwei Faktoren, ohne die es nicht geht: Sponsoren und Helfer.“ Ohne Sponsoren müsste der TVR die Zahl seiner Plätze verringern. Doch von derlei Szenarien ist der Verein aktuell zum Glück weit entfernt. Und Helfer? Die haben die Rhader ebenfalls. „Zum Glück“, sagt Wolfgang Droberg: „Eine Gruppe Frauen kümmert sich bei uns um derlei Festivitäten, und das sogar ohne einen Vorstandsposten.“

Auch bei der Jubiläumsfeier führte dieses Helferteam Regie und sorgte für einen gelungenen Tag. Nicht nur Wolfgang Drobergs Dank war ihnen dafür sicher: „Mit solchen Helfern“, so der Vorsitzende, „lebt und stirbt jeder Verein.

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