Verrückte 45. Minute besiegelt das Aus des BVH Dorsten gegen den SV Schermbeck

rnFußball: Kreispokal

Der Oberligist SV Schermbeck setzte sich standesgemäß im Kreispokal-Achtelfinale gegen den Kreisligisten mit 4:0 durch. Im Viertelfinale wartet nun der Bezirksligist VfB Hüls.

von Niklas Berkel

Holsterhausen

, 29.08.2019, 22:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er war zufrieden mit der Leistung seiner Elf. Vor allem, weil wichtige Spieler wie Simon Wilkes, Nico Winter oder Sascha Mahlitz fehlten. „Wir haben versucht Fußball zu spielen und eigentlich hätten wir mit dem Pausenpfiff den Ausgleich erzielen müssen“, sagte der Trainer des Fußball-Kreisligisten BVH Dorsten Arek Knura nach der Niederlage im Kreispokal-Achtelfinale gegen den Oberligisten SV Schermbeck.

Kreispokal-Achtelfinale

BVH - SV Schermbeck

0:4 (0:2)

Es war die 45. Minute, die das Spiel endgültig entschied. Nach einer Ecke von Christoph Madeja köpfte Oktay Kara den Ball vom zweiten Pfosten zurück in die Mitte. Dort stand Chris Radzanowski völlig frei vor Tim Krückemeier, dem Torwart der Schermbecker. Doch der Kreisliga-Spieler traf den Ball nicht richtig − und so konnte der SVS klären.

Eigene Antwort auf die Buh-Rufe

Im direkten Gegenzug klärte dann der BVH zur Ecke. Patrick Rudolph, Kapitän der Schermbecker, ließ sich viel, ganz viel Zeit. Weil die Schermbecker bis zur ihrer 1:0-Führung in der 33. Minute durch Dominik Göbel den BVH ständig ermahnten, nicht auf Zeit zu spielen − was die Gastgeber durchaus und verständlicherweise taten − sorgte das für einige Sprüche von den Rängen. Doch Rudolph antwortete auf seine Weise: Perfekt getimt flog der Ball auf den Kopf seines Mitspielers Aldin Hodzic und von da ins Tor. Statt mit einem 1:1 ging der BVH mit einem 0:2-Rückstand in die Pause.

Dabei wäre nach Chancen das Unentschieden zur Halbzeit verdient gewesen. Sammy Katnik scheiterte mit einem Volleyknaller an einer Glanzparade von Krückemeier. Und der BVH hätte aus ein, zwei Unsicherheiten des SVS zu Beginn der Partie durchaus Kapital schlagen können.

Lob vom SVS-Trainer für den Gegner

Nach dem 0:2 war das Spiel aber entschieden. In der zweiten Halbzeit kam vom BVH nicht mehr viel. Auch weil der SVS Spieler wie Dominik Milaszewski oder Marek Klimczok einwechseln konnte. Beide waren auch an den beiden weiteren Treffern beteiligt: Milaszewski erzielte das 3:0 (73.) und Klimczok gab die Vorlage zum 4:0 durch Kevin Mule-Ewald (85.). „Der BVH hat das gut gemacht“, sagte SVS-Trainer Thomas Falkowski. „Das war ein gutes Pokalspiel.“

Lesen Sie jetzt