Zauberwort NRW-Liga

Schermbeck Auf Mikrofone mussten sie verzichten, die waren bei der Meisterfeier am Freitag durchgebrannt. Doch ihre Vorstellungen und Ziele für die neue Saison brachten Spieler und Trainer des SV Schermbeck bei der gestrigen Teamvorstellung auch so deutlich ´rüber. NRW-Liga heißt das Zauberwort an der Volksbank-Arena.

01.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um sich für diese Liga, die 2008 eingeführt wird, zu qualifizieren, muss der SVS unter die ersten Elf kommen. Und diese Platzierung nannten dann auch artig alle Neuzugänge als ihr persönliches Saisonziel.

Trainer Martin Stroetzel freute es: «Letztes Jahr haben die Spieler den Aufstieg als Ziel genannt, und wir haben es geschafft. Diesmal haben sie wieder klare Vorstellungen, das ist gut so. Man muss mit einem Ziel in die Saison gehen.»

«Noch nie Elfter»

Dass es schwer wird, dieses zu verwirklichen, räumt der Schermbecker Trainer ein: «Wir waren in der Oberliga noch nie Elfter ...» Doch um in Schermbeck weiter attraktiven Fußball bieten zu können, bliebe ihm und seiner Mannschaft gar nichts anderes übrig, als den Cut für die NRW-Liga zu schaffen.

Stroetzel wäre allerdings nicht Stroetzel, wenn er die Mission nicht zuversichtlich angehen würde: «Unser Vorteil ist, dass wir einen eingespielten Kader haben.» Außerdem sei er mit den getätigten Neuverpflichtungen sehr zufrieden.

Mit Yakub Köse sei das Mittelfeld wieder kreativer geworden. Zusammen mit den bisherigen Stärken dieses Mannschaftsteils wie Disziplin und Laufbereitschaft werde das seine Mannschaft nach vorne bringen. Trotzdem werde das Team in der Oberliga voraussichtlich etwas defensiver auftreten müssen: «In der Verbandsliga haben wir das Spiel in die Hälfte des Gegners getragen, in der Oberliga werden wir uns womöglich zwei, drei Meter zurückziehen müssen.»

Junge Neuzugänge

Bei den Neuzugängen setzt der SVS einmal mehr auf die Jugend. Agron Amagjekai (Wattenscheid), Fatmir Sahal (FC Bocholt), Benedikt Jansen (eigene Jugend) und Oguz Aydin (MSV Duisburg) sind allesamt 18 Jahre jung, Maik Peschke (SC Hassel, 19) und Kai Schwering (Pr. Münster 2, 20) und Tim Woberschal (SSV Buer, 22) nur unwesentlich älter und Sven Esper (SSV Buer) mit seinen 26 Jahren schon der Oldie.

Zum Saisonstart wünschen sich die Schermbecker ein Heimspiel gegen Germania Gladbeck, Westfalia Herne oder Spvgg. Erkenschwick, einen entsprechenden Antrag haben sie an den Verband gestellt. Sorgen bereitet dagegen das Heimspiel gegen Preußen Münster, das wegen des zu erwartenden Fan-Aufkommens, fehlender Parkmöglichkeiten und Ausgänge nicht in der Volksbank-Arena ausgetragen werden kann. Mögliche Ausweich-Stadien sieht der SVS-Vorstand in Wesel (Aue-Stadion) oder auch in Kirchhellen. al

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