Zum vollendeten Glück des SSV Rhade fehlt trotz sieben Siegen etwas

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Der Fußball-B-Kreisligist SSV Rhade hat in der laufenden Saison einen neuen Anlauf unternommen, endlich aufzusteigen. Das Team scheint im Soll – ganz zufrieden ist Trainer Trockel aber nicht.

Haltern

, 20.11.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sieben Siege aus acht Spielen, 21 von möglichen 24 Punkten. Der SSV Rhade ist in der Fußball-Kreisliga-B voll im Soll – könnte man meinen. Doch für das Glück des SSV fehlt noch etwas.

Das große Ziel des Rhader Teams ist der Aufstieg in die Kreisliga A. Seit dem Abstieg vor sechs Jahren versucht der Verein Jahr für Jahrs aufs Neue, endlich wieder aus der zweitniedrigsten Klasse zu kommen. Jahr für Jahr scheiterte das Team von Trainer Martin Trockel, der mittlerweile in seinem elften Jahr Trainer beim SSV ist, aber.

Alles läuft gut – ein Kritikpunkt bleibt

Oftmals scheiterte Rhade knapp. In vier der fünf verpassten Aufstiegen vermasselte das Team es zudem selbst, bemängelte der Coach vor der Saison. Das Team habe sich deshalb aber Gedanken gemacht. „Luschi-Einheiten gibt es nicht mehr“, kündigte Trockel deshalb vor der Saison im Gespräch mit der Dorstener Zeitung an – er und seine Spieler hielten Wort.

„Die Trainingsbeteiligung und das Engagement waren bis zur Pause überragend“, lobt der Trainer. Die mannschaftliche Geschlossenheit hebt er genauso heraus wie das Spielkonzept, das seine Spieler gut umsetzten. Ein Kritikpunkt bleibt aber. Der SSV steht trotz der eigentlich makellosen Bilanz nur auf Platz zwei.

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Weil Rhade am zweiten Spieltag das Derby gegen Erle knapp mit 1:2 verlor, fehlen drei Punkte, die der SSV hätte holen können. Auf Platz eins thront die Reserve von RC Borken-Hoxfeld mit einem Punkt mehr. Die Niederlage gegen Erle, das bemängelte Trockel direkt nach dem Spiel, sei unnötig gewesen. „Sie könnte am Ende bitterer sein als all das positive, was wir momentan geleistet haben“, sagt der Trainer.

Vor allem, wenn die Saison nicht ganz zu Ende gespielt werden könnte, könnte diese eine Niederlage extrem bitter zu Buche schlagen. Deshalb ist Trockel nicht ganz zufrieden mit dem Start.

Direkte Duell bleibt noch

Was Rhade allerdings auf jeden Fall noch bleibt, ist das direkte Duell gegen den aktuellen Tabellenführer. Der Trainer ist optimistisch, dass sein Team da die Tabellenführung erobern könnte. Bereits zweimal spielte das Team gegen einen Tabellenführer, zweimal gewann es deutlich (6:1 gegen Gemen III und 4:0 gegen den SC Reken III).

Spannend wird die Frage, wie Rhade aus der Pause rauskommt, wenn es wieder losgeht. „Das kann ich erst sagen, wenn wir zweimal trainiert haben“, so Trockel. Ob das Engagement und die Spannung in den Trainingseinheiten hoch bleibt wie zuvor? Das ist die Frage, die den Trainer momentan umtreibt. Sicher ist nur, dass der SSV mit einem anderen Torwart nach der Pause startet.

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