RW Deutens Simon Wilkes will zum Abschied „die Krönung“: Spitzenspiel um die Meisterschaft

rnFußball: Bezirksliga

Ein Punkt liegt Deuten aktuell vor Eintracht Coesfeld an der Tabellenspitze. Mit einem Sieg gegen den Tabellenzweiten wären sie einen Spieltag vor dem Saisonende nicht mehr einzuholen.

Deuten

, 14.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist das absolute Spitzenspiel der Bezirksliga. Der Tabellenführer trifft auf seinen ärgsten Verfolger. Rot-Weiß Deuten gegen Eintracht Coesfeld. Die Ausgangslage könnte spannender kaum sein. Die Deutener haben zwei Spieltage vor dem Saisonende einen Punkt mehr als Coesfeld. Mit einem Sieg wäre die Mannschaft von Frank Frye nicht mehr einzuholen und könnte den Aufstieg in die Landesliga feiern.

Für Deutens Simon Wilkes wird es ein ganz besonderes Spiel werden. Denn für ihn wird es das letzte Heimspiel für die Rotweißen sein. Ab der kommenden Saison läuft er wieder für den BVH Dorsten auf. „Ich freue mich auf mein letztes Heimspiel“, sagt er. Er hofft, dass er dann auch mit seiner Mannschaft den Aufstieg feiern kann. Kurz vor seinem Abschied den ersten Meistertitel perfekt zu machen „wäre die Krönung“.

„Meister werden, das wäre schon was Feines“

Denn obwohl die Deutener in der Saison 2015/16 in die Landesliga aufstiegen, schafften sie es damals nicht als Meister, sondern über die Aufstiegsrelegation. Daher will Simon Wilkes es nun mit seiner Mannschaft unbedingt besser machen als vor drei Jahren. Denn „endlich mal Meister werden, das wäre schon was Feines“, sagt er.

Vor dem möglicherweise entscheidenden Spiel sei die Stimmung in der Mannschaft gut, versichert er. Schon über die ganze Saison sei sie gut gewesen. In vielen Spielen „hat man gesehen, dass wir ein Team sind“. Druck mache sich die Mannschaft derweil nicht.

Solange Deuten gegen Coesfeld nicht verliert, würde Wilkes‘ Mannschaft weiterhin auf dem ersten Platz bleiben. „Ein Unentschieden ist das Minimum“, erklärt er. Aber „das Ziel ist es, auch gegen die zu gewinnen“. So wie im Hinspiel. Da setzten sich die Deutener mit 2:0 in Coesfeld durch. Von dem kommenden Spiel am Sonntag erwartet Simon Wilkes ein „leichtes Abtasten“ in der Anfangsphase. Zudem glaubt er, dass Coesfeld die bestimmende Mannschaft auf dem Feld sein will. Das trifft allerdings auch auf sein Team zu. „Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken.“

„Zwei offensive Boxer“ treffen aufeinander

Coesfelds Trainer Engin Yavuzaslan rechnet mit einem offensiven Auftritt von beiden Seiten. Im Hinspiel habe Deuten tiefer gestanden und sich aufs Kontern konzentriert, erzählt er. Davon geht er diesmal nicht aus. Und sollte sich die Heimmannschaft doch mehr aufs Verteidigen konzentrieren, verspricht er mit Blick auf die gegnerische Defensivreihe, „diesmal werden wir das Ding durchbrechen“.

Yavuzaslan erwartet „zwei offensive Boxer“. Am Sonntag werde sich dann herausstellen, „wer länger steht“. Ein Blick auf die Tabelle gibt ihm Recht: Deuten traf bislang 93 Mal, Coesfeld einmal weniger. Für ihn treffen die beiden besten Teams der Liga am Sonntag aufeinander. „Beide hätten die Meisterschaft verdient“, gesteht er. Druck, so glaubt er, haben aktuell beide Teams. „Ich erwarte einen Wahnsinns-Kracher“, sagt er. „Wir sind heiß auf dieses Spitzenspiel.“

Coesfelds zweitbester Torschütze kehrt zurück

Einen Dämpfer mussten aber sowohl seine Mannschaft als auch die Deutener am vergangenen Wochenende verkraften. Während die Deutener bei Vorwärts Epe nicht über ein 1:1 hinauskamen, kassierte Coesfeld eine 0:2-Niederlage gegen den SV Lippramsdorf. „Mit der Einstellung und dem Spiel war ich zufrieden, nur nicht mit dem Ergebnis“, erklärt Yavuzaslan. „Lippramsdorf hatte einen Torwart, da hätten wir noch drei Tage spielen können.“

Die Rückkehr von Marius Borgert macht ihm aber Mut, dass es am kommenden Spieltag wieder mit dem Toreschießen klappt. Mit 19 Toren ist Borgert der zweiterfolgreichste Torschütze im Coesfelder Team und auf Platz vier in der Liga. In beiden Listen steht sein Teamkollege Mario Worms mit 30 Toren ganz oben.

Lesen Sie jetzt