0:0 – BVB hat in Berlin eine Menge Dusel

Borussia Dortmund

BERLIN Mit viel Glück und auch dank einer erneut starken Leistung von Torhüter Roman Weidenfeller hat Borussia Dortmund am Samstagnachmittag ein 0:0 beim Tabellenletzten Hertha BSC Berlin über die Zeit gerettet. Vor 60.411 Zuschauern vergaben die dominanten Berliner eine große Chance, sich näher an den Relegationsplatz heranzukämpfen.

von Von Sascha Fligge

, 27.03.2010, 17:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Harte Arbeit für Dortmunds Neven Subotic: Der BVB-Verteidiger musste gegen den Berliner Stürmer Adrian Ramos (r.) jede Sekunde hellwach sein.

Harte Arbeit für Dortmunds Neven Subotic: Der BVB-Verteidiger musste gegen den Berliner Stürmer Adrian Ramos (r.) jede Sekunde hellwach sein.

  Zur Pause hätte sich die Borussia über einen deutlichen Rückstand nicht beschweren können. Mit Verspätung kam sie wieder aus der Kabine – offenbar gab es Klärungsbedarf. Den schwachen Ägypter Mohamed Zidan (vier von elf Zweikämpfen gewonnen, nur 30 Ballkontakte) nahm Trainer Jürgen Klopp direkt vom Rasen, die Rolle des offensiven Gestalters übernahm fortan der Ungar Hajnal. In der 63. Minute brachte Klopp zudem Sven Bender für Kapitän Sebastian Kehl, Berlin wiederum ersetzte seinen nach einem Zusammenprall mit Jakub Blaszczykowski am rechten Fuß verletzten Manndecker Roman Hubnik in der letzten halben Stunde durch Rasmus Bengtsson.   Die Hertha blieb auch in der Schlussphase spielbestimmend, nutzte allerdings selbst beste Chancen wie durch Ramos’ Flugkopfball (69., nach gewonnenem Duell gegen Patrick Owomoyela) nicht und trieb ihren Fans die Verzweiflung ins Gesicht. In der 79. Minute wurde es richtig bitter für den Hauptstadt-Klub: Gekas traf nach Santanas völlig verunglückter Kopfballrückgabe per Kopf zum vermeintlichen 1:0, doch der Assistent hatte den Griechen bei einem langen Ball zuvor im Abseits gesehen und sich offenbar festgelegt, Gekas habe anschließend irritierend ins Spiel eingegriffen. Eine harte, aber nachvollziehbare Entscheidung!  „Schieber, Schieber“, hallte es anschließend durch das Stadion – und fast hätten die Berliner durch Nuri Sahin in der Nachspielzeit sogar noch einen schmerzhaften K.o. erlitten.   Nach dem 0:0 muss sich die Hertha angesichts ihres immens schweren Restprogramms wohl endgültig damit anfreunden, vom 8. Mai an nur noch ein Zweitligist zu sein. Es wird eine fast nicht zu lösende Aufgabe…

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