1014,50 Euro für ein „Halt die Fresse“: „Lasst uns den Bezirksligaverein mit Bier überfluten!“

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Ein lautes „Halt die Fresse“ bei einem Länderspiel sorgt für über 1000 Euro für den „Halt-die-Fresse“-Rufer und seinen Verein. Doch wo kommt das ganze Geld her?

Dortmund

, 16.10.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein lautes „Halt die Fresse“, was für ein Schmunzler bei Nationalspieler Serge Gnabry sorgte und für ganz viel Applaus im Signal Iduna Park - auch in den kommenden Tagen. Und der Störer war stillgelegt.

„Aus dem Fußballer-Kreis haben mich viele angesprochen“, erzählt Jens Jäkel, von dem der „Halt die Fresse“-Ruf während der Partie Deutschland gegen Argentinien kam. „Es gab nur positive Rückmeldungen, auch viel Lob dafür.“ Die Aufmerksamkeit war groß. Nicht nur innerhalb von Dortmund, als herausgekommen ist, dass Jäkel für den Ausruf verantwortlich war. Sondern deutschlandweit.

Die kuriose Aktion startete über Twitter

Das Fußballmagazin 11Freunde führte ein Interview mit ihm, die Bild-Zeitung sprach mit dem Verteidiger vom VfR Sölde. Und nun gibt es einen Geldregen für die Sölder. Oder anders gesagt: einen Bierregen. Doch wie das? Zwei Tage nach Jäkels Ruf beim Länderspiel zwischen Deutschland und Argentinien in Dortmund, startete eine Aktion über die Social Media-Plattform Twitter.

Dort gab jemand bekannt, dass er Jens identifiziert hätte und ihm nun eine Kiste Bier für den „Halt die Fresse“-Ruf zukommen lassen will. Schnell meldeten sich ein paar weitere, die sich anschließen wollten. Doch wer steckt hinter dieser Aktion? Seinen kompletten Namen will er nicht verraten, aber er heißt Matthias, ist 43 und gebürtiger Dortmunder. Mittlerweile lebt Matthias in Hamburg. Als „Schnapsidee zum Feierabend am Freitag“ bezeichnet Matthias die Idee.

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Vier Freunde hätten sich dann direkt angeschlossen, ihm Geld über PayPal überwiesen. Schnell merkte er, dass immer mehr Leute sich bereit erklären würden, Geld für eine Kiste Bier zu spenden. Matthias errichtete über PayPal einen Moneypool und nannte diesen „BEERSTORM für #HaltDieFresse“. Darunter folgte die Beschreibung: „Lass uns den Bezirksligaverein, wo der Rufer spielt, mit Bier überfluten!“ Bier en masse für den VfR Sölde.

Am Freitag startete die Aktion, Ende war am Sonntag um 24 Uhr. Dabei kamen 1014,50 Euro zusammen. „Das ist unfassbar, unbeschreiblich eigentlich“, erzählt Jäkel, der mit dem Initiator der Spendenaktion bereits Kontakt hatte und sich bedankte. Jäkels Verein, der VfR Sölde, hatte ebenfalls mit Matthias Kontakt, um alles organisatorische abzuwickeln.

Durch die Spende von über 1000 Euro, sind nun 50 Bierkisten und eine Kiste Sinalco für den Verein zusammen kommen. „Für den kompletten Geldbetrag müssen Getränke gekauft werden“, erzählt Jäkel und kündigte an: „Es wird auf jeden Fall eine Feier geben!“ Hinzu kommt noch eine Spende der Rippchenbraterei Wambel.

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