Urania Lütgendortmund: Ein 19-Jähriger schießt den B-Ligist in die Zwischenrunde

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Drei Treffer im entscheidenden Spiel, einen davon sogar von der Mittellinie: Urania Lütgendortmund kann sich bei einem 19-jährigen Spieler für die Zwischenrunden-Teilnahme bedanken.

Lütgendortmund

, 31.12.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Urania Lütgendortmund hat es geschafft. Der B-Ligist überstand die Halle Nette und zog in die Zwischenrunde der Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft ein. Eine Sensation ist das nicht. Überraschend aber, dass Urania auf direktem Wege das zweite Turnierwochenende erreichte und einen Bezirksligisten Nachsitzen ließ. Großen Anteil hatte daran ein 19-Jähriger.

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„Er wird Torschützenkönig und übertrifft den Rekord des letzten Jahres“, brüllte ein Mitspieler in das Interview dieser Redaktion mit Timo Detroy hinein. Bei allem Respekt: Die 28 Treffer von Mohammed Lmcademali aus dem Vorjahr wird Detroy wohl nicht mehr übertreffen. Das heißt aber nicht, dass er für seine Mannschaft nicht ähnlich wichtig ist wie Lmcademali vor zwölf Monaten für den VfL Kemminghausen.

Urania Lütgendortmund musste abliefern

Gegen BW Alstedde musste für die Lütgendortmunder ein deutlicher Sieg her. Die Ausgangslage: Urania hatte Bezirksligist Mengede 08/20 ein Unentschieden abgerungen, Alstedde hatte zuvor gegen Mengede 0:1 verloren. Detroys Team brauchte also einen klaren Sieg gegen die Lüner im abschließenden Gruppenspiel.

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Und Urania lieferte. Genauer gesagt: Detroy lieferte. Er erzielte im Alleingang die Treffer zum 3:0, 4:0 und 5:0 für Lütgendortmund - die Vorentscheidung, dass es zu einem deutlicheren Sieg als das 1:0 Mengedes reichen würde.

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Detroy traf aus fast allen Lagen. Sogar von der Mittellinie netzte er mit einem platzierten Flachschuss ein. „Der Torwart hatte ein paar Schwachstellen, der schmeißt sich nicht so gerne. Die habe ich genutzt“, analysierte Detroy trocken. Geplant sei das aber nicht gewesen. „Ich habe schon gemerkt: Wenn ich nicht treffe, dann meckern alle“, scherzt Detroy. Am Ende griff Alsteddes Schlussmann Andre Janßen sechs Mal hinter sich und Urania feierte den direkten Zwischenrunden-Einzug.

Als Hallenspieler würde Detroy sich derweil nicht bezeichnen. Eigentlich sei die Schnelligkeit seine größte Stärke, so der Mann, der für sein Team schon 14 Tore in 16 Liga-Spielen erzielt hat. Erst im Sommer ist er aus der A-Jugend zur ersten Mannschaft gestoßen.

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„Ich bin stolz auf mein Team“, sage Detroy nach dem entscheidenden Sieg gegen Alstedde. Aus der Urania-Kabine halten noch immer Jubelschreie, die sich mehr und mehr mit lautstarker Partymusik vermischten. „Hoffentlich rasieren wir die. Mal gucken, wie es weiterläuft“, blickt Detroy in Richtung Zwischenrunde.

Da treffen die Blau-Weißen in der Gruppe 2 der Halle Huckarde auf die beiden A-Ligisten Westfalia Huckarde und Arminia Marten. Dass Urania Tag zwei der Zwischenrunde erreicht, scheint möglich - aber was ist mit einer Endrundenteilnahme. „Ich will nicht wissen, was dann passiert“, so Detroy.

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