4:0-Sieg in Essen: Der BVB II-Meister-Express rollt

Fußball-Regionalliga West

Die Bahn ist frei für den schwarzgelben Meister-Express. Nach dem 4:0 (1:0)-Erfolg in Essen gegen Rot-Weiss stürmte Borussia Dortmund II an die Tabellenspitze der Regionalliga West und kann nun aus eigener Kraft Titelgewinn und Aufstieg perfekt machen.

ESSEN

07.05.2012, 11:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dortmunder Torjubel um Terrence Boyd.

Dortmunder Torjubel um Terrence Boyd.

Damit weist der neue Tabellenführer BVB II mit 71 Punkten einen Zähler mehr auf als Titel-Konkurrent Sportfreunde Lotte, der spielfrei war. Bereits am kommenden Freitag (19 Uhr, Stadion Rote Erde), wenn die Borussen im Nachbarschaftsderby auf den VfL Bochum II treffen, könnte der große Dortmunder Coup mit einem Sieg über den VfL gelingen, wenn Eintracht Trier zeitgleich Lotte bezwingt. „Wir können es aus eigener Kraft schaffen. Aber im Fußball ist nichts sicher. Wir haben nur einen Punkt Vorsprung“, betont Mario Vrancic. In Essen verdiente sich der Mittelfeldspieler neben Terrence Boyd, der nunmehr 19 Saisontore aufweist, die Bestnoten. Das erste Boyd-Tor hatte er mit einem genauen Pass eingeleitet, den Schlusspunkt markierte Vrancic mit einem direkt verwandelte Freistoß selbst.

In Boyd und Vrancic besaßen die Borussen zwei Protagonisten, die dem schwarzgelben Spiel Halt gaben, als Rot-Weiss in der ersten Hälfte noch keineswegs wie ein Verlierer auftrat. Im Gegenteil, der Aufsteiger wirkte vor der großen Kulisse im abbruchreifen Georg-Melches-Stadion entschlossen, hatte durch Leon Enzmann (2.) und Lukas Lenz (17.) sogar beste Chancen, selbst erfolgreich zu sein. Da wirkte die BVB-Defensive keineswegs immer sattelfest, Marc Schnier und Schlussmann Zlatan Alomerovic mussten retten. Aber es zeichnet ein Topteam aus, auch solche Momente zu überstehen. Als Boyd den Vrancic-Pass aufnahm, seinem Gegenspieler Thomas Denker den Ball durch die Beine ins Essener Tor spitzelte, war der erste Schlag gesetzt, drei weitere folgten nach der Pause.

Da demonstrierten die Borussen Klasse. Erneut war es Boyd, der nach einer Schnier-Flanke blendend traf, dann Rico Benatelli, der eine Flanke von Jonas Hofmann einköpfte und letztlich Vrancic, dessen Freistoß nach einem Foul an Benatelli unhaltbar einschlug – 4:0, RWE lag am Boden. „Am Freitag müssen wir wieder diese Leidenschaft abrufen. Dann sehen wir, was passiert“, orakelt Mario Vrancic. Und im Hintergrund zeichnet sich ein klares Bild von Meisterschaft und Aufstieg ab.   

 

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