Kreis erlaubt Testspiele in Dortmund wieder - aber nicht sofort

rnFußball in Dortmund

Eigentlich hatte der FLVW am 25. Juni grünes Licht für Testspiele gegeben. Der Fußballkreis Dortmund hat dem aber einen Riegel vorgeschoben. Nun gab es eine neuerliche Sitzung zu dem Thema.

Dortmund

, 09.07.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat Freundschaftsspiele im Senioren-Bereich bereits seit dem 25. Juni wieder erlaubt. Die Mannschaften aus dem Dortmunder Raum schauten trotzdem in die Röhre, weil der Fußballkreis das Verbot von Testspielen weiterhin aufrecht erhielt. Gestern (Mittwoch, 08. Juli) hat es eine erneute Kreisvorstandssitzung gegeben.

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Und nach dieser können die Dortmunder Vereine aufatmen. Am Mittwochabend tagte der Kreisvorstand und hat beschlossen, dass Freundschaftsspiele im Dortmunder Kreis ab dem 25. Juli wieder erlaubt sind. Natürlich ist die oberste Voraussetzung, dass sich die Vereine an die gültige Corona-Schutzverordnung sowie die behördlichen Auflagen halten.

Auf die Vereine kommen darüberhinaus weitere Bedingungen zu. „Es dürfen max. 30 Sportler auf dem Platz sein, d. h., zu den 30 Sportlern gehören je Mannschaft 11 Spieler plus je 4 Ergänzungsspieler“, heißt es in der Pressemitteilung des Kreissvorstands. Große Kader und unzählige Wechsel - so wie man es aus Testspielen normalerweise kennt - sind also nicht möglich.

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Mit nur vier Ersatzspielern ist auf der Auswechselbank also auch unter Berücksichtigung des Sicherheitsabstandes genügend Platz. Ähnlich wird das Bild in der Umkleidekabine sein: Dort dürfen sich maximal zehn Spieler zeitgleich aufhalten, es wird sogar geraten, „umgezogen zu der Veranstaltung zu erscheinen und auch nach dem Spiel sofort wieder die Platzanlage zu verlassen“.

Trotz der Auflagen ist die Erlaubnis ein weiterer Schritt zurück in einen halbwegs geordneten Fußball-Alltag. Beginnt die Saison im September, haben die Vereine immerhin noch knapp zwei Monate Zeit, um in Testspielen die nötige Wettkampf-Praxis nach der langen Pause zu finden.

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Weiterhin gilt der Grundsatz, dass sich neben den Spielern maximal 100 weitere Personen um den Platz herum befinden. „Dazu gehören Trainer, Betreuer, SR, SR-Assistenten, Ordner, Vereinsmitarbeiter, etc.“, heißt es in der Mitteilung. Größere Zuschauerzahlen sind vorerst nicht zugelassen.


Schlechte Nachrichten für Vorbereitungsturniere

Die Kreisvorstandssitzung hat sich außerdem mit der Durchführung von Turnieren befasst. In Dortmund fielen bereits der West-Cup und die Hörder Stadtmeisterschaft der Corona-Krise zum Opfer, der Hecker-Cup wurde mit Option auf Absage in den September verschoben. Der Kronen-Hellweg-Cup hingegen soll zwar am 15. August starten, die Pressemitteilung enthält diesbezüglich aber schlechte Neuigkeiten: „Bis auf Weiteres wird der Kreis DO keine Turniere, o. ä. Veranstaltungen genehmigen.“ Auch das vierte Dortmunder Traditionsturnier gerät in Gefahr.

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Die Dortmunder Vereine können sich also nun doch um die Austragung von Testspielen auf dem eigenen Rasen kümmern - wenn auch unter Auflagen. Eine Rückkehr zum Verbot ist angesichts der sich regelmäßig ändernden Gesamtlage aber nicht ausgeschlossen. „Sollten sich in Zukunft besondere Situationen im Rahmen der Corona-Pandemie ergeben, behält sich der Kreis vor, neue aktuelle Entscheidungen zu treffen“, heißt es abschließend in der Mitteilung des Kreisvorstands Dortmund.

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