Adrian Alipour kehrt zum ASC 09 zurück - für ein Testspiel

Fußball

Adrian Alipour hat erfolgreiche Arbeit beim ASC 09 abgeliefert und das Team fast in die Fußball-Regionalliga geführt. Am Samstag ist er zu Gast mit seinem neuen Klub, der aufatmen kann.

Aplerbeck

, 16.01.2019 / Lesedauer: 3 min
Adrian Alipour kehrt zum ASC 09 zurück - für ein Testspiel

Adrian Alipour und der WSV haben ein erstes Etappenziel erreicht. © Imago

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV ist am Samstag (14 Uhr, Sportplatz Schweizer Allee) zu Gast beim ASC 09. An der Seitenlinie des WSV steht der ehemalige ASC-Coach Adrian Alipour. „Ich freue mich auf das Wiedersehen“, sagt Alipour.

Der Klub steckt zwar arge finanzielle Nöten, hat aber ein erstes Etappenziel erreicht. Am späten Mittwochabend hatte eine Crowdfunding-Kampagne 102.000 Euro eingebracht, am Nachmittag waren es noch 82.000 Euro. Mit den 100.000 umgeht der Klub einem Insolvenz-Antrag. Insgesamt hat der Klub eine Etatlücke in Höhe von insgesamt 260.000 Euro.

Alipour bleibt positiv

„Wir sind in Wuppertal im Kampfmodus. Alle geben alles für den Klub. Ich denke immer positiv“, hatte Alipour noch am Mittwochnachmittag gesagt. Das Kämpfen hat sich gelohnt.

Am 6. Januar berichtete Reviersport.de über die prekäre Lage des Klubs. Zu diesem Zeitpunkt war Alipour gerade im Urlaub. In Willingen. „Drei Wochen habe ich die Seele baumeln lassen“, so Alipour. Mit der Meldung war es mit der inneren Ruhe beim Coach vorbei. „Ich wusste ja, dass der Klub Probleme hat. Aber über Reviersport zu erfahren, wie schlimm es wirklich ist, war nicht schön.“

„Wir sind in Wuppertal im Kampfmodus. Alle geben alles für den Klub. Ich denke immer positiv.“

In Joshua Mroß, Jonas Erwig-Drüppel und Christopher Kramer haben drei Stammspieler den Klub schon verlassen, hinzu kommt auch der Abgang von Kamil Bendnarski. Alipour schließt nicht aus, dass weitere Spieler folgen. Geht es nach Samstag weiter, würde der Klub das Team mit A-Jugendlichen auffüllen.

In dieser schlimmen Phase freut sich Alipour, bei seinem Ex-Verein am Samstag zu spielen. „Das wird herzlich. Es wird viele Gespräche geben. Ich habe in den vergangenen Tagen auch Nachrichten aus Aplerbeck bekommen. Alle drücken die Daumen, dass es bei uns weitergeht.“

Nach seinem Abgang Anfang September Richtung Wuppetal hat er den weiteren Verlauf des ASC intensiv verfolgt. Er sehe wieder eine erfolgreiche Saison des Klubs. „Platz zwei ist ja nicht so weit weg. Ich würde es dem Klub gönnen, den Aufstieg noch zu schaffen.“ So käme es in der kommenden Spielzeit dann vielleicht zum direkten Duell um Punkte.

In einer früheren Version stand, dass die Zukunft des Klkubs ungewiss sei und es für Adrian Alipour am Samstag das letzte Spiel als WSV-Trainer sein könnte. Durch den Crowdfunding-Erfolg am späten Mittwochabend ist dieses Szenario aber abgewendet.
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